Skadi Loppet 2019 – Genußtour im Bayrischen Wald


Kurz & bündig sollte mein Antreten beim diesjährigen Skadi Loppet sein. In der Heimat unseres xc-ski.de/A | N Skimarathon-Teams fand wie immer der Saison Abschluss der mitteleuropäischen Langläufer statt.

Ich hatte bei meinem vierten Antreten im Bayrischen Wald den ersten Doppelstart geplant. Die heurige Saison war wieder einmal von Unterbrechungen in der Saison geprägt. Nach dem großen Schneechaos im Jänner waren bei uns im Salzburger Land zuerst die Straßen gesperrt wegen der Schneemassen und dann auch noch die Loipen. Die geplanten Jänner Wettkämpfe waren in der Schneelawine begraben. Den Februar konnte ich wegen zwei Wochen Krankheit und Terminen nicht trainieren. So blieb mir nur noch der letzte Ausweg Skadi Loppet.

Skadiloppet Skating 2019

Freitags bei düsterem Himmel fuhr ich meinem ersten Langlauf Rennen der Saison entgegen. Mein erster Wettkampf der Saison war zugleich auch der letzte. Ich meldete mich nur zu den kurzen Strecken an, nur kein Aufgeben auf der Langdistanz war das Ziel. Die schönen Loipen am Bretterschachten sind in Läuferkreisen durchaus gefürchtet ob Ihren harten und langen Anstiegen. Eine „Wohlfühlstrecke“ ist es nicht. Zumindest nicht das Verhältnis Distanz zu Höhenmeter. Eine Herausforderung für Geist, Körper und Ski.

Das Rennen Samstag, 17km Skating

Der Samstag begann wie der Freitag aufgehört hatte. Mit starkem Regen und mit noch stärkerem Wind. Die Skating Ski hatte ich schon vor Tagen zu Hause in Salzburg gewachst. Die Wettervorhersage war einfach zu lesen für Samstag. Plusgrade und Regen waren keine Herausforderung für die Material Wahl. Aus dem bekannten Trainingsdefizit ordnete ich mich im letzten Startblock ein. In die Turbulenzen der ersten Abfahrt nach dem Start wollte ich auch nicht verwickelt sein. Mir waren Zeit und Platzierung nicht wichtig. Das Sein war wichtig. Das DABEIsein.

Die Strecke kannte ich ja und so schonte ich mich bis zur Halbzeit und lief viel in der Gruppe solange es ging. Erst nach Kilometer Zehn wurde ich offensiver. Ich ging öfters aus dem Windschatten heraus und kam mir nicht langsam vor. Da hat jeder sein eigenes Empfinden und seine eigene Vorstellung. Gewinnen werde ich weder die Gesamtwertung noch meine Altersklasse dachte ich mir. Warum sich total verausgaben, ich stellte mir vor ich wäre auf einer Genußtour durch den Bayrischen Wald. Die Touristiker unter den Lesern reiben sich die Hände. Das Wetter wurde die ganzen 17 Kilometer nicht besser, meine Leistung auch nicht wie sich später in der Ergebnisliste zeigen sollte. Rang 144 unter 220 Teilnehmern. 1:18 waren nicht ganz so schlecht aber eben auch nicht ganz gut. Ich war aber nicht enttäuscht, denn ich hatte am Nächsten Tag wieder ein Rendezvous mit der Loipe.

Das Rennen Sonntag, 24 KM Klassik

Die Sonne scheint, der Schnee schmilzt. Das war das Motto beim kurzen Klassiker. Und wenn ich schreibe Klassiker dann ist auch Klassik drinnen. Mit den zugegebener Weise schnellen „Schieber Zunft“ kann ich nichts anfangen. Sorry Leute. In unserem team sind begnadete Double Poling Spezialisten, so wie unser Bester Thomas Freimuth. Der ist damit schnell und landet auch immer am Stockerl damit. Respekt Kollegen, Respekt.

Nach dem Skating Rennen

In Ermangelung an einen der heißen Fellski grub ich meinen alten Klassiker aus dem Keller aus und gab ihm beim Frühstück den grünen Batz (Salzburger Jargon) für Klister. Aber keine Reise ohne Fehler, ich hatte das Bügeleisen zu Hause vergessen. Da der Skadi Loppet auch heuer wieder ein tolles Wachs Service anbot, brachte ich die Ski zum Master of Wax und der bügelte gekonnt drüber. Der Wachs Meister zog übrigens die Augenbrauen hoch als er die Menge an Grundklister sah, viel zu viel meinte er. Als Draufgabe gabs aber netterweise noch ein Nero XXX drauf.. Kenner wissen was ich meine.

Ob’s geholfen hat? Schwer zu sagen. Zumindest die ersten 10km war ich im Anstieg gut dabei, ich rutschte nicht zurück und war zufrieden mit Material und Körper. Aber das Blatt wendete sich. Ich wurde langsamer und langsamer, die Loipe versank zu Mittag in der Märzsonne und man musste schon sehr gut am Ski stehen um voran zukommen. Immer wieder gingen die Ski weg und ich blieb hängen im Sulz am Arber. Gott sei Dank geht das letzte Drittel der Strecke meist bergab. Hier kamen mir die mahnenden Worte des Waxing Jesus wieder in den Sinn. Der Ski stoppte mich derart bergab das mich viele überholten und ich ungewollte zum Hindernis mutierte auf der Loipe. Peinlich Sache.

Das Rennen habe ich natürlich beendet. Nicht schnell aber glücklich. In 2:06 auf Rang 173 von 260 Startern. Damit kann ich leben. Meine Frau auch, die war stolz und zufrieden vor dem Rennen undnach dem Rennen ☺

 

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Skadi Loppet 2015 – 42km Classic Marathon – die Unvollendete


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Skadi Loppet 2015: Eine auf 28 Kilometer reduzierte Schinderei

On the Road

Das letzte Rennen der Saison sollte das Beste und schönste werden – es wurde nur das schönste und nicht das Beste. Das schönste an diesem Wochenende im Bayrischen Wald war das Wetter am Sonntag, dem Renntag. Wieder in Diensten des xc-ski.de Ski Marathon TeamsAm Samstag, als ich mit meiner Familie anreiste, war alles Grau in Grau. Nebel und Schneefall waren kein gutes Omen. Wir „residierten“ in einem etwas älteren tschechisch geführten Hotel im Zentrum von Bodenmais. Bodenmais liegt an der Tschechischen Grenze 30km östlich von Deggendorf. Im idyllischen Wintersport geht es etwas ruhiger zu als bei uns zu Hause in Österreich. Hier ist die Welt um Zehn am Vormittag noch in Ordnung. Keine Apres Ski Musik, keine Armada an Bussen mit Tagesgästen. Das gibt es hier (Gott sei Dank) nicht.

Die Startnummer holte ich mir am Samstag im Ski Village in Bodenmais. Wo ich auch meinen Profi Team Kollegen Thomas Freimuth zufällig getroffen habe. Einmal Fachsimpeln mit einem Profi. Er gewann übrigens das Rennen. Neben Thomas Freimuth habe ich auch noch meinen zweiten Team Kollegen Josef Windorfer getroffen. Jessica Müller leider nicht. Sie habe ich nur auf Fotos gesehen 🙂
Nach dem der Samstag wolkenverhangen war besuchten wir das Glasmuseum und konnten einem Glasbläser auf die Finger schauen und auch selbst eine Glaskugel blasen. Ein Erlebnis für Groß und Klein. Später machten wir eine Orientierungs Reise zum  Langlauf Stadion und sahen die vielen, vielen Teilnehmer am Skating Rennen. Es juckte schon in meinen Beinen. Ein Besuch des Arber Skigebietes stand auch noch auf dem Programm. Einem wirklich schönen, kleinen Skigebiet. Auch für fortgeschrittene Skiläufer eine gute Adresse. Wegen dem dichten Nebel ließen wir die Alpin Ski aber in der Dachbox. Erst am Sonntag konnte meine Familie Skifahren. Sie haben es genossen, bei Kaiserwetter. Nur ich nicht. Ich durfte ja 42 KM Classic laufen.

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