Granfondo Stelvio Santini 2019


Es gibt Ziele im Leben die sind einem so wichtig das man vieles in Kauf nimmt. Eine Reise zu einem Radrennen nach Italien ist so ein Ziel. Radfahren in Italien ist das Paradies für Velo Freaks. Wenn du auf einem Berg radelst und dir unbekannte Menschen zujubeln muss es kein Traum sein, wahrscheinlich bist du gerade in Italien.

Ausgesucht habe ich mir den Granfondo Stelvio Santini. Der Begriff Granfondo stammt aus dem Italienischen, „fondo“ und bedeutet „Ausdauer“. Wir würden Radmarathon dazu sagen im deutschen Sprachraum. Italien, Auto und Sportfans wissen was das „Stelvio“ ist. Es handelt sich um das Stilfserjoch. Santini ist eine große Sportmarke in Italien.

wikipedia: Das Stilfser Joch ist ein Gebirgspass in den Ortler-Alpen. Mit einer Höhe von 2757 m s.l.m. ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Es verbindet Bormio im Veltlin (Lombardei) mit Prad im Vinschgau (Südtirol). Auf der Westseite mündet auf 2503 m die über den Umbrailpass kommende Straße von Santa Maria ein.

Fans der Automarke Alfa-Romeo verbinden damit das SUV Stelvio. Eine Hommage an den wohl beliebtesten Pass für Auto und Motorradfahrer. Neben den motorisierten Karawanen die sich im Sommer über den Pass schlängeln ist der Alpenpass auch für Rennradfahrer ein Mekka der Emotionen. Sagenumwobene Geschichten des Giro d` Italia tun das Ihrige um unzählige Sportler in den Vinschgau und ins Veltliner Tal zu locken. Neben diesen Gruppen vorn Sportlern gibt es noch eine weitere Gruppe von die es hierher zieht. Es sind Skifahrer. Da gehöre ich auch dazu und somit hatte ich den Plan zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen. Der Pass ist im Winter gesperrt. Ende Mai bis Anfang Juni wird der Pass geöffnet und damit auch das Skigebiet am Stilfser Joch. Hier ist das EINZIGE reine Sommer Skigebiet Europas. Von 2800 bis 3400m, mit Loipen! Der Gletscher grenzt direkt an den Pass und ist Pilger Ort von tausenden Skifahrern im Sommer.

GranFondo Stelvio Santini
noch 4 Kilometer

Meine Reiseroute geht über Innsbruck ins Oberinntal Richtung Schweiz. Die Kurze Variante über den noch gesperrten Reschenpass geht leider nicht. Der viele Schnee in diesem Winter hat auch Nachteile. Es geht dem Inn entlang fast bis nach St. Moritz. Weiter über den Ofenpass nach Italien. Der Skiort Livignio ist der erste Punkt auf italienischem Boden. Von da geht es über den Passo di Foscagno  ins Veltliner Tal hinein. Das Radrennen startet in Bormio und geht über verschiedene Pässe und zum Schluss als Krönung zum Stilfserjoch rauf. So der Plan. Im Auto befinden sich neben dem ausgeliehenen Rennrad auch noch meine Alpin Ski und Langlauf Ski, Schnee und Rad steht am Programm. Ich sollte doch für mein xc-ski.de A|N Skimarathon Team eine Langlauf Reportage machen.

Bei meiner Ankunft im Hotel fallen sofort die vielen Radfahrer auf. Kein Wunder denn es sind ja 3000 Rad Enthusiasten im bekannten Skiort. Bormio ist natürlich vielen bekannt als Austragungort des Herren Abfahrtsrennen auf der berühmten „Stelvio“ im Skiweltcup. Ich bin überwältigt vom Ambiente und von der einzigartigen Stimmung im ganzen Ort. Am Tag der Anreise mach ich noch eine kleine Sightseeing Tour im sonst eher verschlafenen Ort im Veltliner Tal. Den so berühmten Bresaola Schinken mit Parmesan lass ich mir natürlich nicht entgehen. An einem der schönen Altstadt Plätze schmeckt er gleich noch viel besser.

Am zweiten Tag nehme ich mir eine kleine Ausfahrt vor, natürlich mit Berg. Leider habe ich mir die Karte nicht genau angeschaut und so wird aus der Ausfahrt eine erste Härteprüfung für Mensch und Maschine. Die mir unbekannte Strasse führte mich hinauf zu einer Mittelstation eines Skigebietes. Belohnt wird mein Schweiss mit einem grandiosen Panorama. Grüne, satte Wiesen wechseln sich ab mit einem Meer aus Frühlingsblumen. Zufriedene Kühe an den steilen Hängen und kleine Dörfer und Weiler machen es zu einem echten Höhepunkt auf meiner Reise. Der Blick schweift über das Tal nach Bormio und rauf zu den Schneebedeckten Bergen. Dreitausender reihen sich in einer Perlenkette auf gekrönt vom Ortler. Dem mit 3905 Metern ehemals höchsten Berg der K.u.K Monarchie! Wieder im Tal wird verwandelt sich mein Seelisches Hoch in ein Tief. Ich sehe das, dass Stilfserjoch geperrt wurde wegen Lawinengefahr. Das war vor ein paar Tagen noch nicht so. In den Gesichtern der Teilnehmer sehe ich eine Prise Wehmut und Trauer. Die Rennorganisation beschließt das Rennen auf einer Ersatz Strecke auszutragen. Die neue Strecke führt die ersten 40 Kilometer auf der original Strecke und geht dann hinauf zum Lago di Cancano. Der See liegt auf 1800 m und wird über eine kurvige aber nicht steile Strasse erklommen. Mit der Strassensperre wird mir aber auch klar das meine Skipläne geplatzt sind!

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Der Sommer kann kommen


Der Winter war/ist ja heuer hartnäckig. Dem einen ist es recht, dem anderen eben nicht. In Kitzbühel haben die Hahnenkamm Lifte nach dem  offiziellen Saisonschluss wieder aufgsperrt . Unglaublich.  Am 30 April war ich in Kitzbühel Skifahren. Legendär. Am 6.+7. Mai geht’s nochmal!

Aber es hilft nix, ein Sommerprogramm muß her. Neben ein paar noch nicht fixierten kleinen Bergläufen oder besonderen Trainingseinheiten stehen auch ein paar Veranstaltungen am Programm.

Ich starte mit einem kleinen Berglauf Ende Mai. Am 28. Mai steht der Stoisser Alm Berglauf auf dem Programm. Einem kleinen Lauf bei den Nachbarn. Einem regionalen Klassiker in der Berglaufszene. 7km und 700 Höhenmeter sind zu laufen.

Der zweite Termin ist keine Rennen im eigentlichen Sinn. Es ist das Trainingscamp meines Langlauf Teams xc-ski.de. Wir treffen uns vom 9.-11 Juni in der Nordischen Ski WM Stadt Seefeld. Ein Meet&Greet mit den Strecken der Nordischen Ski WM 2019.

Termin 3 ist wieder ein Bewerb. Ein großer, langer Bewerb. Der neue Stubai Ultra hat es mir angetan. Wir laufen vom Goldenen Dachl in Innsbruck über den Berg Isel, Richtung Brenner ins Stubaital. Nach einigen Bergen gehts über Neustift zur Talstation der Stubaier Gletscher Bahn. Von dort ins Grande Finale zum Gipfelrestaurant auf 3000m. 60km und 5100 Höhenmeter. Start um 01:00.

Im August gehts weiter. Wieder in die Berge – eh klar. Die Reise geht ins Zillertal. Zum Zillertaler Stoabock Marsch. Ja das ist kein Lauf. Das ist ein Marsch. Über Stock und Stein. Vom Bergsteiger Dorf Ginzling oberhalb von Mayrhofen geht es ins schöne Floitental, dann rauf auf fast 3000m zur Mörchnerscharte, auf der anderen Seite wieder runter. Summasummarum: 30km und 3500 Höhenmeter. Ich habe hier noch eine Rechnung offen. 2004 war ich schon mal dabei. Aber das Rennen, damals noch mit Laufwertung, wurde nach einer Stunde abgebrochen. Wintereinbruch im August. Das ist Österreich.

Das Sommer Finale ist wieder am Rad. Ich nehme zum Zweiten mal beim Eddy Merckx Radrennen in und um Fuschl teil. Nach dem erfreulichen Ergebnis 2016 schwinge ich mich wieder auf meine altes Peugeot Rennrad aus den 80igern und mische die Carbon Gemeinde auf  🙂

>> Weitere Infos zu meinem Reisen im Namen des Langlauf Teams 

 

Herbstliches Haunsberg Trailrunning


Nach dem ich an diesem Wochenende Familiär und für den Teakwondo Verein im Einsatz war gingen sich nur Workouts in der näheren Umgebung aus. Da bleibt nur noch der Haunsberg über. Auf das Trailrunning Festival inkl. Gaisberg Lauf musste ich also ganz verzichten. So lief ich am Freitag eine schöne Herbst Runde am Haunsberg.  Heute war es richtig geil. Bis zum Haunsberg Gipfel war es feinster und oben lockerer Schnee. Ein Bilderbuchtag. Runter wurde es dann richtiges Trailrunning. Steil,rutschig und viele geknickte Äste machten es zum Hardcore Run.

hillrunner68 live am Haunsberg

>> GPS Track Freitag

 

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