Mozart Ultra Trail 42km 2018 – soweit die Füße tragen.


8 Stunden unterwegs im Salzburger Land – Schwerstarbeit für Fuß und Kopf

Ich wollte endlich wieder einmal dabei sein. Mittendrin statt nur zu Haus. Nach langem wieder einmal mit dabei, wenn unser Lauftreff Nußdorf Flagge zeigt. Weil ich aus Verletzungsgründen (die Ferse schmerzt) nicht mehr an Lauf Wettbewerben teilnehme fehlt mir auch das, was einen Verein ausmacht. Gleichgesinnte und Weggefährten an einem Tisch bei einem Bier, unterwegs im Team.

Aus diesem Grund entschloss ich mich kurzfristig beim Mozart100 Trail Lauf mit zumachen. Die Veranstaltung gibt es jetzt seit 7 Jahren. Sie fing klein an und gehört jetzt zu den großen in der weiten Trail Landschaft. Wo anfangs nur ein paar Freaks unterwegs waren sind jetzt gut 1000 Teilnehmer auf den verschiedenen Strecken unterwegs. Seit die Strecke in das Salzburger Umland nicht mehr in zwei Schleifen zu laufen ist und die Strecke internationale Härte zeigt geht’s rund in Salzburg. Die Nationenliste liest sich wie ein Olympia Starterfeld. Viele kommen mit dem Flugzeug angereist von anderen Kontinenten um auf Mozarts Spuren im Gelände zu laufen. Naja sie kommen wohl auch wegen der 5 UMTB Quali Punkte. Die sind begehrt! Wer die 100er Strecke oder die 60er Strecke macht erhält wertvolle Punkte um beim jährlichen Ultra Trail Höhepunkt in Frankreich an den Start gehen zu können. Der Längste Lauf geht da über 170km und 10000 Höhenmeter rund um den Mont Blanc. http://utmbmontblanc.com

Finish nach 42km

Wieder zurück in die niederen aber schönen Hügeln an der Salzach. Ich hatte mich also entschlossen mit zumachen. Ich wollte in keiner unserer Staffeln mitmachen, da ich nicht wusste was meine Beine und die Ferse vor hatten. Geht’s gut freut es das Team, geht’s schief ärgert es mich. Also einen Einzelstart. Ich war immer der Typ der meist in die Vollen geht, wenn es länger gehen kann. Kurze Sachen sind nix für mich. Da ist mir zu wenig Abenteuer. Also wählte ich die Marathon Strecke mit 42km und 1600 Höhenmeter. Das passt für den Anfang in den Wiedereinstieg in die Laufszene. Richtig lange Distanzen konnte ich zugegebener Maßen nicht vorweisen. Nur 2x im letzten halben Jahr war ich 20km am Stück unterwegs. Da werden viele schimpfen beim Lesen. „Was soll das, ohne spezielle Vorbereitung mitlaufen!“ Aber es ist mir egal. Nur nicht letzter werden war die Devise. Besser dabei als zu Hause. Ergebnisse muß ich nach 30 Jahre Laufkarriere nicht mehr liefern.  Ich bin ja jetzt immer auf dem Rad unterwegs, und im Winter auf Langlaufski. Mit dem Rad fahre ich ohne Probleme 100km und noch weiter. Alles Easy, an der Ausdauer und am Willen wird es heute nicht scheitern. Ich kam rechtzeitig an den Start im Herzen der Salzburger Altstadt am Kapitelplatz. Das Wetter war herrlich sonnig aber warm. Nicht gut für Läufer aber was soll‘s, das ist für alle gleich. Ich hatte einen Trinkrucksack aber keinen Wasser Tank dabei. Ich habe den Schlauch nicht mehr gefunden. So nahm ich 3 Flaschen mit 1.5 Liter zusammen, wohl etwas zu wenig wie sich später herausstellen wird.

https://www.strava.com/activities/1642253941

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Salzburg Marathon 2016


Ausgemacht ist Ausgemacht!

 Die Vorgeschichte

Bei unserem Vereinsausflug im November 2015 waren wir im Lauftreff alle sehr motiviert. Unser Obmann noch ein bisschen mehr, und so ging ein Zettel spätabends durch die Runde mit Namen drauf. Mit fast allen Personen die nicht gebrechlich sind oder nicht „Manns“ genug sind um beim Salzburg Marathon an den Start zu gehen zu können. Im Wissen das die Distanz nur ein Frage des Willens ist gab ich meinen „Sanktus“ dazu.

im Ziel

Vorbereitung

Da ich im Gegensatz zu den anderen im Verein bis März auf Langlaufski stehe blieb mir nicht viel Zeit zum Trainieren. Genauer gesagt gar keine. Und meine Füße hätten die hohen Trainingsläufe sowieso nicht verkraftet. Meine längste Distanz in der Vorbereitung waren 23km. Längere Distanzen am Asphalt hasse ich. Pro Woche kam ich  damit auf nicht mehr als 40 Kilometer! Da wird ein gut Trainierter wohl nur den Kopf schütteln.

Ich blendete den Marathon Termin am 1. Mai  einfach aus.  Ganz geklappt hat es nicht. Je mehr Werbung und Berichte  in den Medien zu sehen waren umso mehr wurde mir bewusst was mir bevorstand. Als mich 2 Tage vorher auch noch unser Obmann anrief um sich zu erkundigen ob ich eh mit laufe schrillten die Alarmglocken. Dennoch begann ich dann in den Renntag mit viel Ruhe. Was sollte mir schon passieren! Mit 29 Jahren Lauferfahrung gewappnet, einem nicht wirklich aerodynamischen Outfit und meinem 5,2 Zoll Handy ging ich ans Werk. Das Outfit war wegen der Körpermaße eingeschränkt und wirkte als ob ich nur eine kleine Feierabend Runde drehen würde. Ein  Zeitlimit hatte ich nicht wirklich. Ohne Lauftraining ist ein Durchkommen schon ein Erfolg. Da ich aber doch noch über etwas Grundkondition verfüge welche ich dem Langlauf- und Skiroller Training verdanke träumte ich von einer Zeit unter 4 Stunden. Continue reading „Salzburg Marathon 2016“

Skadi Loppet 2015 – 42km Classic Marathon – die Unvollendete


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Skadi Loppet 2015: Eine auf 28 Kilometer reduzierte Schinderei

On the Road

Das letzte Rennen der Saison sollte das Beste und schönste werden – es wurde nur das schönste und nicht das Beste. Das schönste an diesem Wochenende im Bayrischen Wald war das Wetter am Sonntag, dem Renntag. Wieder in Diensten des xc-ski.de Ski Marathon TeamsAm Samstag, als ich mit meiner Familie anreiste, war alles Grau in Grau. Nebel und Schneefall waren kein gutes Omen. Wir „residierten“ in einem etwas älteren tschechisch geführten Hotel im Zentrum von Bodenmais. Bodenmais liegt an der Tschechischen Grenze 30km östlich von Deggendorf. Im idyllischen Wintersport geht es etwas ruhiger zu als bei uns zu Hause in Österreich. Hier ist die Welt um Zehn am Vormittag noch in Ordnung. Keine Apres Ski Musik, keine Armada an Bussen mit Tagesgästen. Das gibt es hier (Gott sei Dank) nicht.

Die Startnummer holte ich mir am Samstag im Ski Village in Bodenmais. Wo ich auch meinen Profi Team Kollegen Thomas Freimuth zufällig getroffen habe. Einmal Fachsimpeln mit einem Profi. Er gewann übrigens das Rennen. Neben Thomas Freimuth habe ich auch noch meinen zweiten Team Kollegen Josef Windorfer getroffen. Jessica Müller leider nicht. Sie habe ich nur auf Fotos gesehen 🙂
Nach dem der Samstag wolkenverhangen war besuchten wir das Glasmuseum und konnten einem Glasbläser auf die Finger schauen und auch selbst eine Glaskugel blasen. Ein Erlebnis für Groß und Klein. Später machten wir eine Orientierungs Reise zum  Langlauf Stadion und sahen die vielen, vielen Teilnehmer am Skating Rennen. Es juckte schon in meinen Beinen. Ein Besuch des Arber Skigebietes stand auch noch auf dem Programm. Einem wirklich schönen, kleinen Skigebiet. Auch für fortgeschrittene Skiläufer eine gute Adresse. Wegen dem dichten Nebel ließen wir die Alpin Ski aber in der Dachbox. Erst am Sonntag konnte meine Familie Skifahren. Sie haben es genossen, bei Kaiserwetter. Nur ich nicht. Ich durfte ja 42 KM Classic laufen.

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Ganghoferlauf 2015 – 50km Klassisch Top & Flop


Nach 2 Jahren Pause feierte ich mein Comeback beim Ganghoferlauf. Wieder im Dienst des xc-ski.de Marathon Teams. Der Lauf ist Mitglied der Euroloppet und Austrialoppet Serie und einer der schönsten Langlauf Marathons die ich kenne. Ich war voller Tatendrang und guten Mutes. Seit meinem Marcialonga Auftritt im Jänner konnte ich regelmäßig lange Einheiten jenseits der 30Km Marke absolvieren. Es sollte mein zweites Rennen im klassischen Stil sein. Wenn auch unter ganz anderen Bedingungen. Der Marcialonga ist ja eher ein (sorry Italia) Downhill, so ein Rennen gibt es bei uns nicht. Er ist aber natürlich eine Reise wert.

Hillrunner68@ganghoferlauf 2015
Hillrunner68@ganghoferlauf 2015

 

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25.01.2015 – MARICALONGA – Ich bin dabei!


Beim dritten Mal hat es geklappt!

Nach drei  Jahren habe ich es endlich geschafft! Ich habe einen Startplatz bei einem der traditionsreichsten Langlaufrennen der Welt ergattert. Dem MARICALONGA in den Dolomiten. Siebzig klassische Kilometer zwischen Predazzo und Cavalese. 70km und 900 Höhenmeter. Ein Traum für einen klassischen Langläufer. Der Lauf ist das mitteleuropäische Gegenstück zum Wasalauf. Italien ist halt nicht gar so weit weg und nicht so teuer wie Schweden. Das besondere hier ist die Anmeldung. Es gibt nicht viele Veranstaltungen wo die Startplätze so schnell vergeben sind wie beim Marcialonga. Nach 8 Minuten waren alle 7500 Startplätze weg! Ich kannte dieses Mal den Termin und hab mir alle Daten vorbereitet. Persönliche Daten in einer Textdatei, Kreditkarten Nummer im Speicher, Browser geöffnet. Ich habe die Anmelde Nummer 3444. Neben vielen Amateuren sind hier auch Echte Profis aus dem Weltcup am Start. Es gibt einiges an Startgeld zu gewinnen. Die Profis benötigen für diese lange Strecke ca 3:20! Die letzten Amateure kommen nach 10 Stunden ins Ziel

 

Ich bin glücklich. Ich habe wieder ein Langzeit Ziel.

marcialongaSTART

Jetzt heisst es viele, viele Kilometer zu machen. Die Tage auf den Loipen werden einsam. La Strada di neve per me.

Ein kleines Zwischenziel auf diesem Weg ist das Bergrennen (Öst. Meisterschaft) auf den Gaisberg. Da war ich ja schon 2 mal dabei. Mit gemischten Ergebnissen. Einmal vorletzter , das andere Mal aufgehört. Bei diesem Rennen gehen eigentlich 99% Profis an den Start, ÖSV Langläufer und ausländische Profis.

>> www.marcialonga.it

>> Gaisberg Rennen