Langlaufen am Dachstein Gletscher Juli 2017


Langlaufen – meine Lieblingssportart

Am Sonntag den 9. Juli 2017 war ich langlaufen am Dachstein Gletscher. Ja – im Hochsommer und ja ich schäme mich nicht dafür. Dass Schnee bei mir immer geht ist bekannt. Ich wollte an diesem Wochenende wieder mal was „gscheites“, etwas Besonderes machen. Also nicht einfach nur  Laufschuhe anziehen und eine Runde laufen zu Hause. Manchmal muß man Reize setzen. Reize die einen wieder zu neuen Höchstleistungen beflügeln. Oder einfach den inneren Schweinehund wieder in die Schranken weisen. Das war dann eher der Fall bei mir.

Langlaufen am Dachstein Gletscher

Um so etwas zu tun heißt es in meistens früh aufstehen. Eineinhalb Stunden Fahrzeit laut Google. Wecker auf 05:20 gestellt. Das sollte reichen. Nach dem Aufstehen Ski aus dem Keller holen. Ein lässiges Gefühl. Da wurde ich kurz schwach. Soll ich nicht doch lieber Alpin Skifahren gehen?! Hintertux wäre schon auch geil. Aber ich habe es dann sein lassen. Zuerst wird mal trainiert. Skifahren kann ich später auch mal, da will ja auch die Familie mitfahren. Im Auto gefrühstückt und ab Richtung Dachstein Gletscher. Am Abend vorher noch die Seilbahnfahrt reserviert. Habe extra noch angerufen bei der Seilbahn. Ich konnte es nicht glauben das so viele Leute in der Früh auf den Berg rauf wollen. Angekommen um halb acht sah ich einen vollen Parkplatz. Der Gletscher ist also beliebt. Ich sah nur Wanderer und Kletterer mit oder ohne Bergführer. Ein paar Snowboarder waren auch dabei. In der Seilbahn Halle stand ich dann als einsamer Langläufer in einem Meer von Bergsteigern. Ich stand aber ziemlich stolz da und blieb glücklicher weise nicht lange alleine. Er war da! Er – das ist Rossi Racing, alias Christoph Walcher. Langlauf Unikum in der Steiermark und drum herum. Vormittags Langlaufen, ab Mittag  Gastwirt im Peter Roseger Gasthof im Talort Ramsau! Von Facebook her kannte ich ihn schon, wir haben letztes Jahr im Sommer mal gechattet. Da hatte er Langlauf Fotos gepostet im Juli und August am Gletscher, da habe ich erstmals Kontakt aufgenommen mit ihm. Er hat mir Wunderbares erzählt damals. Es sei anscheinend immer eine Loipe gespurt am Dachstein, auch im Hochsommer. Yeaahh! Ich war geistig schon oben, im Paradies.

Rossi Racing

Das Paradies

Kaum gesehen („aha noch ein Langläufer“) hatten wir uns gleich bekannt gemacht und gingen gemeinsam ans Werk. Ist doch netter zu zweit. Mit der schwindelerregenden Panorama Gondel in ein paar Minuten in der Gletscherwunderwelt gelandet. Eifrige aber positive Hektik war oben zu spüren. Das Wetter war ja perfekt,8 Grad plus und Sonnenschein. Also nichts wie los ins Abenteuer.  Die Stufen von der Bergstation hinunter und Ski anschnallen. Zwei Loipenspur Fahrzeuge waren fleißig dabei Spuren in den Schnee zu ziehen. In langgezogenen Schleifen angelegt ist es zwar nicht abwechslungsreich aber so nützt man den Platz besser aus und man kann eine längere Loipe spuren. Die Ramsauer Loipe kann bis zu 7 km lang werden. Im Herbst wenn die Hunderte Profis braucht man auch genug Platz. Insgesamt sind bis zu 18 KM möglich. Die Höhenlage am Gletscher ist ein Mehrwert der jedem Sportler nur recht sein kann. Es ist viel anstrengender als im Tal zu laufen. Deswegen bleibt man auch nicht so lange oben, Sport auf 2700 Meter macht sich gleich bemerkbar. Mein Herz ist da ganz schön beschäftigt.
Wir warfen unsere Rucksäcke in den Schnee und sausten los. Wie kleine Kinder vorm Christbaum. Nicht zu halten. Ich mußte dann aber öfters  stehen bleiben. Ich hatte mit dem Puls zu kämpfen. Für Rossi natürlich kein Problem. Er ist ja praktisch immer da. Er schläft wahrscheinlich auch hier heroben. Nach einigen Runden machten wir ein paar Fotos und Videos. Das muß einfach festgehalten werden. Die Sonne glitzerte in unseren Augen. Nach einer Stunde kamen noch weitere Langläufer. Sie laufen für den WSV Reit im Winkel. Ausdauer war angesagt bei denen. Langsam dahingleiten. Das muss man können. Es ist enorm schwierig langsam zu laufen. Man will ja immer schnell sein. Aber das geht hier oben einfach nicht. Das habe ich auch vor 2 Jahren gesehen. Als wir hier im Oktober unser Trainings Lager vom XC-SKI.De Langlauf Team hatten. Die Profis liefen zwei Stunden lang immer das gleiche langsame Tempo. Respekt. Ich hatte riesigen Durst. Die Luft wurde immer dünner, leicht ist das nicht und dann der sulzige Schnee dazu. Weiterlesen

Werbeanzeigen

Video-Marcialonga


Habe ein kurzes Video gedreht beim #Marcialonga. Mit ein paar Bildern und Videos vom Start sowie vom legendären Cascata Climb.
Die Videos habe ich mit meiner #GoPro 4 Sliver gemacht. Montiert mit einer Kopfband Halterung. Eigentlich wollte ich auch Aufnahmen machen wo ich selbst im Bild bin. Leider ist mir eine am Ski montierte Halterung runter gefallen. Wahrscheinlich im Clinch in den bergauf Passagen. Da wurde um jeden Meter gekämpft. Ich hätte noch eine zweite Halterung gehabt, wollte dann aber nicht stehen bleiben.

3. Langlauf Training Bischofswiesen


Ice, Ice Baby

Jaaaa!! Das war was für Freaks. Auf einer eisigen Kunstschnee Loipe 15 Kilometer im Höllentempo, für mich zumindest.

Gestern war ich in Bischofswiesen Langlaufen am Abend, bei Flutlicht. Zuerst wollte ich nach Thalgau fahren. Da dort die Webcam außer Betrieb war wußte ich nicht ob’s da noch geht. In Bischofswiesen gibt es aber eine kleine Kunstschnee Loipe. Das geht immer 🙂

Ich wurde belohnt mit vorzüglichen Trainingsbedingungen. Knapp 15 Km mit einem Schnitt von 16,5 km/H. Das kann sich sehen lassen.  20 Km/h wären besser aber,  voll drauf drücken konnte ich nicht weils eisig war und teilweise sehr dunkel. Das Flutlicht ist nicht im gesamten Bereich Optimal. Eine Stirnlampe wäre hilfreich gewesen. Bin dann bis 20:00 gelaufen. Bis das Licht Plötzlich aus war 🙂

 

>> Details

Erstes Langlauf Training 2012-2013


Das erste Langlauf Training der Saison 2012-2013. Classic&Skating Training-inkl 2xSchuhtausch, 23km,  reine Laufzeit 1:44.

Vorher

Ich war ja sowas von gespannt. Nach 20 Jahren wieder auf Classic Langlauf Ski. Und dazu noch auf einem Original Weltcup Ski. Inklusive Schuh & Rennanzug. Alles von Fischer, eh Klar! Für einen gstandenen Langläufer aus dem Innviertel eine Selbstverständlichkeit 🙂

Den Classic Ski hab ich ja letztes Jahr beim Austria Loppet gewonnen.  6 Langlauf Marathons in 8 Wochen, verteilt auf ganz Österreich.

Gestern nochmal alle 3 Paar Ski gewachst und die Steigzone vom Classic Ski präpariert. Das war etwas tricky. Nach dem ich mir den Zeit&Material Aufwand mit Steigwachsen nicht mehr antun wollte probierte ich erstmals das START Grip Tape. Das Auftragen ist sehr einfach. Aber man muß trotzdem sauber&genau arbeiten. Das muß ich noch trainieren. Die Länge der Steigzone muß ich auch erst genau feststellen.

Das Training

>> GPS Track

Nachdem wir gestern eine Flasche Wein getrunken haben 🙂 habe ich heute etwas verschlafen. Kopfweh hatte ich auch noch. Keine optimalen Bedingungen. Ich bin dann nach Thalgau (Thalgauberg) gefahren. In Bischofswiesen gings nur teilweise,von Großgmain wußte ich nichts , Scharitzkehl war mir zu weit. Ich mußte um  12 wieder zu Hause sein um meinen Sohn vom Teakwondo Training abzuholen.

Ich reiste mir 3 paar Ski. Mein Classic Ski, mein Skating Ski und der No-wax Ski vom Schwager. Den gab er mir zum Testen. Leider ist mein Urteil negativ ausgefallen. Zu langsam.Grip war auch schlecht. Dann kam der heilige Moment. Meine Classic Rennski waren an der Reihe.

Da ich seit  20 Jahren nicht mehr klassich gelaufen bin war ich etwas nervös. Das Grip Tape war eine weitere Unbekannte in dieser Testumgebung.
Ich stieg in den Ultra leichten Schuh und schnallte den Ultra leichten Ski an. Und ab!

Wow! Ein Quantensprung der Langlaufgeschichte.  Ich gleite mühelos und schnell über die teils eisige Loipe. Ich habe keine Probleme die vielen Skater zu überholen. Im flachen, am Berg und in der Abfahrt. Hier macht sich der Qualitäts&Preis Unterschied klar und deutlich bemerkbar. Ski&Schuh sind regelmäßig Testsieger. Naja, trainiert bin ich ja auch noch.

Klassisch laufen ist ja nicht mehr so In. Alle laufen Skating. Das ist leicht zu lernen und ist einfach zum Wachsen. Der große Vorteil am klassischen Laufstil ist neben der ursprünglichen Art jetzt ein sehr überraschender, weil angenehmer. Ich hatte viel, viel Platz. Die beiden Spuren hatte ich fürmich alleine. Die vielen Skater mußten sich eine Spur teilen. Noch ein Vorteil hat klassik Laufen: Viele der schönsten (geländebedingt!) Loipen sind Klassik Sportlern vorbehalten.

Nach den ersten 6km wechselte ich auf Skating. Das geht natürlich etwas schneller. Auch geil. Nach 2 Runden und 14 km stieg ich wieder auf die Classic um. Boxenstopp mit Tee & Powergel.  Der 2 Classic Teil war besser als der erste. Die Loipe war nicht mehr ganz so vereist. Ich konnte einen besseren Abdruck in den Schnee setzen. Das Setup an der Steigzone muß noch verfeinert werden, heißt Zone verlängern.

Nach 23 km mit 225 Höhenmetern und 1:44 reiner Laufzeit (brutto 1:58) beende ich das Training. Ich bin zufrieden und freue mich über meine Skiwahl. Gegen 11:00 wird es sehr eng auf dem Parkplatz. Von Bayern über Braunau bis Vöcklabruck. Der Parkplatz ist international  🙂