Österreichischen Meisterschaft Skiroller 2017


War heute bei den Österreichischen skiroller Meisterschaften am Salzburg Ring. 50km Herren und 30km Damen . Bin aus Trainings Defizit nur ein bisschen mit  gelaufen und mit gerollert. War außerdem gestern schon mit den Ski Roller am Gaisberg. 

Hatte daher Zeit und Muße zu filmen. 

Video öm skiroller 2017

Herren: Rang. 1 an Kombinierer Harald Lemmerer. Zweiter wurde Lars Hänel aus Deutschland.  Rang drei an den aktuell besten Langläufer in Österreich,  Bernhard Tritscher.  1:32 . Der Damen Sieg ging an Merle Richter vor Linda Schumacher, beide aus Deutschland Oberwiesenthal. Auf Rang drei die erste Österreicherin. Anna Juppe ASKOE Villach.
Weitere info unter: http://www.skate-the-ring.at

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Langlaufen am Dachstein Gletscher Juli 2017


Langlaufen – meine Lieblingssportart

Am Sonntag den 9. Juli 2017 war ich langlaufen am Dachstein Gletscher. Ja – im Hochsommer und ja ich schäme mich nicht dafür. Dass Schnee bei mir immer geht ist bekannt. Ich wollte an diesem Wochenende wieder mal was „gscheites“, etwas Besonderes machen. Also nicht einfach nur  Laufschuhe anziehen und eine Runde laufen zu Hause. Manchmal muß man Reize setzen. Reize die einen wieder zu neuen Höchstleistungen beflügeln. Oder einfach den inneren Schweinehund wieder in die Schranken weisen. Das war dann eher der Fall bei mir.

Langlaufen am Dachstein Gletscher

Um so etwas zu tun heißt es in meistens früh aufstehen. Eineinhalb Stunden Fahrzeit laut Google. Wecker auf 05:20 gestellt. Das sollte reichen. Nach dem Aufstehen Ski aus dem Keller holen. Ein lässiges Gefühl. Da wurde ich kurz schwach. Soll ich nicht doch lieber Alpin Skifahren gehen?! Hintertux wäre schon auch geil. Aber ich habe es dann sein lassen. Zuerst wird mal trainiert. Skifahren kann ich später auch mal, da will ja auch die Familie mitfahren. Im Auto gefrühstückt und ab Richtung Dachstein Gletscher. Am Abend vorher noch die Seilbahnfahrt reserviert. Habe extra noch angerufen bei der Seilbahn. Ich konnte es nicht glauben das so viele Leute in der Früh auf den Berg rauf wollen. Angekommen um halb acht sah ich einen vollen Parkplatz. Der Gletscher ist also beliebt. Ich sah nur Wanderer und Kletterer mit oder ohne Bergführer. Ein paar Snowboarder waren auch dabei. In der Seilbahn Halle stand ich dann als einsamer Langläufer in einem Meer von Bergsteigern. Ich stand aber ziemlich stolz da und blieb glücklicher weise nicht lange alleine. Er war da! Er – das ist Rossi Racing, alias Christoph Walcher. Langlauf Unikum in der Steiermark und drum herum. Vormittags Langlaufen, ab Mittag  Gastwirt im Peter Roseger Gasthof im Talort Ramsau! Von Facebook her kannte ich ihn schon, wir haben letztes Jahr im Sommer mal gechattet. Da hatte er Langlauf Fotos gepostet im Juli und August am Gletscher, da habe ich erstmals Kontakt aufgenommen mit ihm. Er hat mir Wunderbares erzählt damals. Es sei anscheinend immer eine Loipe gespurt am Dachstein, auch im Hochsommer. Yeaahh! Ich war geistig schon oben, im Paradies.

Rossi Racing

Das Paradies

Kaum gesehen („aha noch ein Langläufer“) hatten wir uns gleich bekannt gemacht und gingen gemeinsam ans Werk. Ist doch netter zu zweit. Mit der schwindelerregenden Panorama Gondel in ein paar Minuten in der Gletscherwunderwelt gelandet. Eifrige aber positive Hektik war oben zu spüren. Das Wetter war ja perfekt,8 Grad plus und Sonnenschein. Also nichts wie los ins Abenteuer.  Die Stufen von der Bergstation hinunter und Ski anschnallen. Zwei Loipenspur Fahrzeuge waren fleißig dabei Spuren in den Schnee zu ziehen. In langgezogenen Schleifen angelegt ist es zwar nicht abwechslungsreich aber so nützt man den Platz besser aus und man kann eine längere Loipe spuren. Die Ramsauer Loipe kann bis zu 7 km lang werden. Im Herbst wenn die Hunderte Profis braucht man auch genug Platz. Insgesamt sind bis zu 18 KM möglich. Die Höhenlage am Gletscher ist ein Mehrwert der jedem Sportler nur recht sein kann. Es ist viel anstrengender als im Tal zu laufen. Deswegen bleibt man auch nicht so lange oben, Sport auf 2700 Meter macht sich gleich bemerkbar. Mein Herz ist da ganz schön beschäftigt.
Wir warfen unsere Rucksäcke in den Schnee und sausten los. Wie kleine Kinder vorm Christbaum. Nicht zu halten. Ich mußte dann aber öfters  stehen bleiben. Ich hatte mit dem Puls zu kämpfen. Für Rossi natürlich kein Problem. Er ist ja praktisch immer da. Er schläft wahrscheinlich auch hier heroben. Nach einigen Runden machten wir ein paar Fotos und Videos. Das muß einfach festgehalten werden. Die Sonne glitzerte in unseren Augen. Nach einer Stunde kamen noch weitere Langläufer. Sie laufen für den WSV Reit im Winkel. Ausdauer war angesagt bei denen. Langsam dahingleiten. Das muss man können. Es ist enorm schwierig langsam zu laufen. Man will ja immer schnell sein. Aber das geht hier oben einfach nicht. Das habe ich auch vor 2 Jahren gesehen. Als wir hier im Oktober unser Trainings Lager vom XC-SKI.De Langlauf Team hatten. Die Profis liefen zwei Stunden lang immer das gleiche langsame Tempo. Respekt. Ich hatte riesigen Durst. Die Luft wurde immer dünner, leicht ist das nicht und dann der sulzige Schnee dazu. Continue reading „Langlaufen am Dachstein Gletscher Juli 2017“

Mit dem Rad zum Stoisser Alm Berglauf Extended


Das erste Ziel auf meiner Sommer Todo Liste habe ich erreicht. Den Stoisser Alm Lauf. Wenn auch auf Umwegen und im slowfox Tempo

Wie alles Begann

Durch eine Zerrung oder Reizung der linken  Achilles Sehne (war nicht beim Arzt) Anfang Mai konnte  ich nicht mehr richtig trainieren. Die Schmerzen waren bei jedem Schritt so groß das ich nur gehumpelt bin und nicht mehr flüssig laufen konnte. Aber irgend etwas mußte ich machen sonst geht ja gar nix mehr im Frühjahr. Durch diese Umstände war ich etwas nervös und so beschloß ich 2 Tage vor dem Rennen, mir dir Strecke wieder in Erinnerung zu rufen. Ich begann frühmorgens um 08:00 zu starten. Natürlich langsam, der Fuß war ja immer noch nicht gut und ich wollte mich nicht ganz verausgaben. Ich mußte ja auch wieder runter kommen. Ich lief also langsam los und –  naja. Wirklich gut  war das nicht. Ich schob es mal auf mein aktuelles Übergewicht. Trotzdem konnte ich den Großteil der Strecke laufen. Das gab mir Mut. Selbst das steile Schluss Stück bin ich gelaufen. Mit knapp 55 Minuten war ich zufrieden. Das würde im Rennen sicher etwas schneller gehen. Plan Erfüllt. Mit großer Freude lief ich noch weiter bis zum Gipfel und in mehreren Schleifen auf den Waldwegen wieder zum Ausgangspunkt zurück. Insgesamt 16 Kilometer und 800 Höhenmeter. Zuviel wie sich später heraus stellen sollte. Aber eine sehr schöne Strecke zum Laufen. Das leicht naßkalte Wetter an diesem frühen Morgen hat mir sehr getaugt. Ich hasse nichts mehr als bei Hitze zu laufen. Da stell ich meinen Motor ab und krieg Panik.  Bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Am Freitag tat ich nichts mehr eh klar. Außer Grillen am Abend für 13 Personen. Inklusive Weinverkostung und Bierbegleitung. Um halb zwölf kam ich ins Bett. „Nicht Ideal“ meinte ein Freund zu mir. Er sollte Recht behalten.

Stoisser Alm 2017-Der Tag-Das Diagramm

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Der Sommer kann kommen


Der Winter war/ist ja heuer hartnäckig. Dem einen ist es recht, dem anderen eben nicht. In Kitzbühel haben die Hahnenkamm Lifte nach dem  offiziellen Saisonschluss wieder aufgsperrt . Unglaublich.  Am 30 April war ich in Kitzbühel Skifahren. Legendär. Am 6.+7. Mai geht’s nochmal!

Aber es hilft nix, ein Sommerprogramm muß her. Neben ein paar noch nicht fixierten kleinen Bergläufen oder besonderen Trainingseinheiten stehen auch ein paar Veranstaltungen am Programm.

Ich starte mit einem kleinen Berglauf Ende Mai. Am 28. Mai steht der Stoisser Alm Berglauf auf dem Programm. Einem kleinen Lauf bei den Nachbarn. Einem regionalen Klassiker in der Berglaufszene. 7km und 700 Höhenmeter sind zu laufen.

Der zweite Termin ist keine Rennen im eigentlichen Sinn. Es ist das Trainingscamp meines Langlauf Teams xc-ski.de. Wir treffen uns vom 9.-11 Juni in der Nordischen Ski WM Stadt Seefeld. Ein Meet&Greet mit den Strecken der Nordischen Ski WM 2019.

Termin 3 ist wieder ein Bewerb. Ein großer, langer Bewerb. Der neue Stubai Ultra hat es mir angetan. Wir laufen vom Goldenen Dachl in Innsbruck über den Berg Isel, Richtung Brenner ins Stubaital. Nach einigen Bergen gehts über Neustift zur Talstation der Stubaier Gletscher Bahn. Von dort ins Grande Finale zum Gipfelrestaurant auf 3000m. 60km und 5100 Höhenmeter. Start um 01:00.

Im August gehts weiter. Wieder in die Berge – eh klar. Die Reise geht ins Zillertal. Zum Zillertaler Stoabock Marsch. Ja das ist kein Lauf. Das ist ein Marsch. Über Stock und Stein. Vom Bergsteiger Dorf Ginzling oberhalb von Mayrhofen geht es ins schöne Floitental, dann rauf auf fast 3000m zur Mörchnerscharte, auf der anderen Seite wieder runter. Summasummarum: 30km und 3500 Höhenmeter. Ich habe hier noch eine Rechnung offen. 2004 war ich schon mal dabei. Aber das Rennen, damals noch mit Laufwertung, wurde nach einer Stunde abgebrochen. Wintereinbruch im August. Das ist Österreich.

Das Sommer Finale ist wieder am Rad. Ich nehme zum Zweiten mal beim Eddy Merckx Radrennen in und um Fuschl teil. Nach dem erfreulichen Ergebnis 2016 schwinge ich mich wieder auf meine altes Peugeot Rennrad aus den 80igern und mische die Carbon Gemeinde auf  🙂

>> Weitere Infos zu meinem Reisen im Namen des Langlauf Teams 

 

Langlaufen auf der Höhenloipe am Rossbrand


Der schönste Langlauf Tag in dieser Saison

Noch bis Ostermontag kann man bei besten Bedingungen auf der Höhenloipe in der Nähe zum Dachstein sein Runden drehen. Auf immer noch exzellent gespurten 12 Kilometern ist der Frühling die schönste Langlauf Zeit. Ab neun Uhr am Morgen schaukelt man gemütlich mit der Papageno Seilbahn um 12,50 Euro dem Schnee entgegen.

Die Schneelage ist noch sehr gut. Es liegt noch fast ein Meter Schnee. Apere Stellen gibt es nur im Gipfelbereich wo der Wind stark ist. Aber die  Loipe selbst  ist Top.

Nachdem ich einen Tag Urlaub hatte und das Wetter sich von der Sonnigsten Seite zeigte beschloss ich nochmal den Winter Modus hoch zufahren. Kurz nach Acht war ich am Seilbahn Parkplatz. Vorerst alleine. Seilbahn ab  09:00 in Betrieb las ich bei der Kasse. Na so was. Ich überlegte was ich tun sollte. Warten und nix tun, mit den Ski rauf laufen und anschnallen oder noch 20 Minuten weiter fahren bis zum Dachstein Gletscher. Gletscher war mir zu teuer, wenn doch hier noch was geht. Auf den Gletscher kann ich das ganze Jahr rauf fahren. Rauf laufen wäre möglich aber nach 500 Höhenmeter wird nimmer viel gehen. Also beschloß ich zu warten. Und es dauerte nicht lange und mir war nicht mehr langweilig. Ein weiteres Auto mit Langlaufski drinnen parkte neben mir. Mann, Mitte 50, sportlich, Einheimischer. Wir kamen ins Gespräch 🙂

Ich darf seine Personalien erwähnen denn er war dann oben am Berg auch mein Local Guide. Hermann Lettner, 55, Polizist und begeisterter Langläufer, aber kein  Ultra “Viech” wie wir hier sagen. Er läuft keine Wettkämpfe mehr, ist aber Berufsbedingt immer am Ball wie man so sagt.

Und wenn er was mag im Winter dann ist es Langlaufen. Als Einheimischer aus Radstadt hat er es nicht weit und ist in ein paar Minuten auf einer der vielen Loipen die es im Pongau gibt. Wenn im Tal die Blumen schon Ihre Köpfe Richtung Sonne halten gehts rauf auf den Rossbrand. Einem Höhenzug zwischen Radstadt, Altenmarkt und dem Dachstein. Einem Wander und Sportberg. Hier haben die Filzmooser ein richtiges Loipen Ass im Ärmel. Zwischen 1550 HM bis 1780 HM gibt es insgesamt 16 Kilometer gespurte Loipen. Klassisch Doppelspurig und Skating. Eine technisch sehr gut präparierte Loipe. Sogar für Fußgänger ist  noch Platz.

Nachdem wir uns über den Langlauf Sport und unsere Sport Interessen unterhielten verging eine halbe Stunde und die Seilbahn kam in Bewegung. Wir waren jetzt nicht mehr alleine. Es kamen dann doch einige Autos mit Langläufern. Direkt bei der Bergstation kann man die Ski anschnallen und los gehts. In kleineren und längeren Schleifen erkundet man den Rossbrand. Wir legten los. Hermann voran denn er zeigte mir wo’s langgeht.   Schon nach 100 Metern kamen uns die Tränen – vor Freude.

Sonnenschein und die Beste Loipe des Jahres unter den Beinen. Es muß in der Nacht doch gefroren haben, denn die Loipe was sehr griffig. Was man dann auch bei den Abfahrten merkte. Wir zogen auf einer Blau gekennzeichneten Spur dahin. Unsere Blicke schweiften ins Tal, dann zur markanten Bischofsmütze und dann zum Dachstein. Wir redeten nicht viel. Jedes Wort wäre stören gewesen. So schön ist es hier oben zu laufen. Nach 2 Kilometern kommt man zur ersten Einkehrmöglichkeit. Der Urigen Karhütte. Wir hatten aber noch einiges vor und liefen weiter. Die Loipe wurde jetzt schwieriger und war nicht umsonst ab jetzt Rot gekennzeichnet. Jetzt  ging es doch ans eingemachte. Am Anstieg zum Gipfelkreuz gehts dann ins Schwarze. Hier gehts richtig auffi. Mehr als 20% Steigung. Kurz Innehalten. Als Belohnung eröffnet sich der Alpenhauptkamm vor den Augen. Die Skigebiete von Obertauern, Ski Amade, bis Hinüber nach Wagrain. Grandios.

Wir laufen mit letzter Kraft die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz. Langlaufen mit Gipfelsieg gibt’s auch nicht oft. Man fühlt sich wie ein  Bergsteiger. wir schießen ein paar Gipfelfotos und laufen bergab Richtung Anfangspunkt. Jetzt geht  es wieder 200 Höhenmeter runter. Geil! Ein paar scharfe Abfahrten und Kurven sind zu bewältigen. Da sollte man schon sehr gut auf den Ski stehen. Ehrlich. Neben den rasanten Abfahrten gehts in ein kupiertes  Tundra Artiges Gelände. Der eigentliche Höhepunkt. Da waren wir uns einig.

Zurück am Ausgangspunkt tauschten wir die Personalien aus  und gingen in die nächste Runde. Wir liefen nochmal eine kleinere Runde, ohne die großen Anstiege. Danach trennten sich unsere Wege und jeder lief alleine durchs Paradies. Nachdem 16 Kilometern war auch bei mir Schluß. Die Höhenlage und das Streckenprofil verlagen einem doch einiges ab. Mit einem Radler ex in der Schörgi alm bei der Bergstation belohnte ich mich und genoss die Sonnenstrahlen.

 

Die Höhenloipe am Rossbrand. Ein Geheimtipp für Langläufer

 

Kurt Mühlbacher

hillrunner68.com

xc-ski.de