Wachauer Vintage Radtour


Auf dem Rad Zurück in die Zukunft

Greta freundlich wie fast immer reise ich mit dem Zug. Da das Rennen erst am Nachmittag ist geht das leicht. Ich bin in Mautern an der Donau in der schönen Wachau. Auf der anderen Flußseite liegt Krems. Mein Ziel heute ist „Vintage“ Rad Rennen. Auf alten Rädern, Baujahr vor 1987, fährt man ohne Zeitnehmung übers Land. Eine schöne Idee, weil immer muss ja nicht auf Zeit geradelt werden.

Das Rennen findet am Vortag der bekannten Wachauer Radtage statt.

Nach meiner Ankunft im Start Ziel Bereich fühle ich mich schon sehr wohl. Stahl soweit das Auge reicht. Ich hole meine Papier Startnummer und fixiere sie mit dem beigelegten Spagat. Das finde ich schon Mal sehr originell. Mein Rad muss vor dem Start noch zur Materialkontrolle. Jedes Rad Wird geprüft auf ein paar typische Kennzeichen der Zeit. Das ist zuerst das Material. Stahl muss es sein, Holz geht natürlich auch aber auf der langen Strecke eher selten zu sehen. Die Schaltung muss am Rahmen angebracht sein, die Seilzüge aussen. Das sind die wichtigsten Kriterien. Die Pedale sollten die klassischen Käfige sein mit Lederband. Die ersten clickpedale von Look gehen auch. Die kamen ja 1984 auf den Markt. Erwünscht ist natürlich die passende Kleidung. Und da war ich wirklich überrascht wie penibel und vernarrt die Radfahrer sind. Leser in meinem Alter fühlen sich in die goldene Zeit des österreichischen Radsports zurück versetzt. Im Internet werden hohe Preise für original Teile verlangt. Mittlerweile bin ich selbst von diesem Virus infiziert und suche auch nach originalen Stücken. Ich hab mir einen Leder Sturzring besorgt. Nachgebaut natürlich. Schaut lustig aus aber man wird bewundert.

Im steinernen Innenhof der Römerhalle stehen die Boliden aufgefädelt wie im Museum. Ein schöner Anblick, ein Blick zurück in die Zukunft. Mein Rad wird fachmännisch beäugt und gelobt. Ich grinse und bewundere selbst die anderen Legenden.

Wir starten los und fahren zuerst von der Polizei eskortiert über die Donau nach Krems rüber. Ich bekomme eine Gänsehaut als die Passanten, Ausflügler in der Altstadt uns zujubeln. Mit erhobenen Haupt radeln wir im schrittempo durch das Weltkulturerbe an der Donau.Danach geht es raus in die Weinberge.

Die Ortschaften sagen mir nicht viel auf der Strecke. Die Namen der Winzer dagegen schon. Teilweise ist es wie eine Reise durch mein Wein Lager. Nach 15 km auf der Landstraße mit viel Verkehr geht es endlich auf Nebenstraßen in die Weinberge. Idyllische Landschaft wie im Prospekt. Kleine Ortschaften große Lagen.

Nach einem kleinen Anstieg die erste Labstation bei einem kirchlichen Gedenkstein. Es gibt Traubensaft und Marillensaft. Erster Smalltalk mit den Teilnehmern. Ich sehe den ehemaligen Profi Thomas Rohregger. Stilsicher gekleidet auf einem hellblauen bianchi. Es wird ziemlich lange geratscht. Es dauert mir zu lange ich fahre weiter. An einer Weggabelung inmitten der Weinberge bleibe ich Stehen um ein Paar Impressionen festzuhalten. Mittlerweile befinden wir uns auf einem Weg zwischen den Weinreben. Schotter und Schlamm vom gestrigen Regen machen es schwer sicher bergab zu kommen. Die Steigungen und Abfahrten sind leicht zu bewältigen. Nur auf den Wegen zwischen den Weinbergen muss Man sich sehr konzentrieren. Ich komme an einem Radfahrer mit einem Patschen vorbei. Es stehen schon einige Teilnehmer herum und versuchen mit ihrer Luftpumpe zu helfen. Ich gebe ihm auch meine aber keine unserer Geräte funktioniert. Er muss leider warten. Wir fahren weiter. Was mich etwas stört das die Kommunikation zwischen den Radlern eher dürftig ist. Alle sind etwas reserviert zurückhaltend irgendwie. Einige Stücke fahre ich natürlich schon mit anderen Teilnehmern. Bei der Hälfte der Strecke ist eine Rast eingeplant. Hier erfüllt sich der Traum eines jeden retro Rad Freaks. In traumhafter Umgebung mit Stift Göttweig im Blick machen wir Pause in Maria Elend. Vor dem Gasthof sind die Räder in Reih und Glied aufgehängt. Bewundert von uns selbst und noch mehr von den Ausflüglern. Im Gasthof ist im großen Saal für uns gedeckt. Ich bin sprachlos.

Es gibt ein herrliches Österreichisches Heurigen Buffett mit Schnitzerl, Hendhaxerl, Schweinsbraten, Salaten. Unbeschreibliche Auswahl bestens gekocht. Ich nehme mir eine guten Ladung und setze mich hin. Zum Essen ist auch noch ein Getränk inklusive. Das Startgeld hat sich ausgezahlt. An meinem Tisch nimmt auch Thomas Rohregger samt Freundin Platz. Ganz ohne Starallüren wird getratscht. Ich teile ihm meine Bewunderung mit für sein RotweissRotes Trikot und Bianchi Rad. Er sagt mir es sei das Rad und Trikot von seinem Vater. Der ist damit österreichischer Staatsmeister geworden. Respekt. Zu uns gesellt sich auch noch Ideengeber und WM Medaillengewinner Bernhard Rassinger Platz. Er gewann 1987 bei der Heim WM in Villach Bronze im Mannschaftszeitfahren. In seinem Schlepptau Doppel Weltmeister aus den 90er Jahren Gianni Bugno! Er war sozusagen das Testimonial, der Werbeträger der Veranstaltung. Er nahm auch an der Ausfahrt Teil und signierte das Finisher Geschenk. Eine schöne retro Radkappe.

Nach dem Essen fuhr ich lange Zeit mit der Rohregger Gruppe mit. Machte auch ein paar Aufnahmen mit seinen Freunden. Märchenhafte Szenerie zwischen Schloss Göttweig den Weinberge und Marillen Bäumen. Das Wetter war Ideal und so kamen wir gut gelaunt dem letzten Streckenteil näher. Nach der flotten Abfahrt von Maria Elend ging es hügelig weiter. Die letzten zehn Kilometer ging es rasant mit ein paar scharfen Kurven bergab und Donau abwärts dem Ziel entgegen. Der Teil an der Donau war leider wieder auf der Bundesstraße. Vielleicht kann man hier etwas optimieren und auf Nebenstraßen ausweichen. Nach zweieinhalb Stunden kam ich glücklich ins Ziel. Ein paar mehr Kilometer täten der Strecke gut. Im Ziel gab es noch Marillen Knödel für alle.

Ich kann das rennen nur empfehlen und werde auch 2020 wieder teilnehmen.

Granfondo Stelvio Santini 2019


Es gibt Ziele im Leben die sind einem so wichtig das man vieles in Kauf nimmt. Eine Reise zu einem Radrennen nach Italien ist so ein Ziel. Radfahren in Italien ist das Paradies für Velo Freaks. Wenn du auf einem Berg radelst und dir unbekannte Menschen zujubeln muss es kein Traum sein, wahrscheinlich bist du gerade in Italien.

Ausgesucht habe ich mir den Granfondo Stelvio Santini. Der Begriff Granfondo stammt aus dem Italienischen, „fondo“ und bedeutet „Ausdauer“. Wir würden Radmarathon dazu sagen im deutschen Sprachraum. Italien, Auto und Sportfans wissen was das „Stelvio“ ist. Es handelt sich um das Stilfserjoch. Santini ist eine große Sportmarke in Italien.

wikipedia: Das Stilfser Joch ist ein Gebirgspass in den Ortler-Alpen. Mit einer Höhe von 2757 m s.l.m. ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Es verbindet Bormio im Veltlin (Lombardei) mit Prad im Vinschgau (Südtirol). Auf der Westseite mündet auf 2503 m die über den Umbrailpass kommende Straße von Santa Maria ein.

Fans der Automarke Alfa-Romeo verbinden damit das SUV Stelvio. Eine Hommage an den wohl beliebtesten Pass für Auto und Motorradfahrer. Neben den motorisierten Karawanen die sich im Sommer über den Pass schlängeln ist der Alpenpass auch für Rennradfahrer ein Mekka der Emotionen. Sagenumwobene Geschichten des Giro d` Italia tun das Ihrige um unzählige Sportler in den Vinschgau und ins Veltliner Tal zu locken. Neben diesen Gruppen vorn Sportlern gibt es noch eine weitere Gruppe von die es hierher zieht. Es sind Skifahrer. Da gehöre ich auch dazu und somit hatte ich den Plan zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen. Der Pass ist im Winter gesperrt. Ende Mai bis Anfang Juni wird der Pass geöffnet und damit auch das Skigebiet am Stilfser Joch. Hier ist das EINZIGE reine Sommer Skigebiet Europas. Von 2800 bis 3400m, mit Loipen! Der Gletscher grenzt direkt an den Pass und ist Pilger Ort von tausenden Skifahrern im Sommer.

GranFondo Stelvio Santini
noch 4 Kilometer

Meine Reiseroute geht über Innsbruck ins Oberinntal Richtung Schweiz. Die Kurze Variante über den noch gesperrten Reschenpass geht leider nicht. Der viele Schnee in diesem Winter hat auch Nachteile. Es geht dem Inn entlang fast bis nach St. Moritz. Weiter über den Ofenpass nach Italien. Der Skiort Livignio ist der erste Punkt auf italienischem Boden. Von da geht es über den Passo di Foscagno  ins Veltliner Tal hinein. Das Radrennen startet in Bormio und geht über verschiedene Pässe und zum Schluss als Krönung zum Stilfserjoch rauf. So der Plan. Im Auto befinden sich neben dem ausgeliehenen Rennrad auch noch meine Alpin Ski und Langlauf Ski, Schnee und Rad steht am Programm. Ich sollte doch für mein xc-ski.de A|N Skimarathon Team eine Langlauf Reportage machen.

Bei meiner Ankunft im Hotel fallen sofort die vielen Radfahrer auf. Kein Wunder denn es sind ja 3000 Rad Enthusiasten im bekannten Skiort. Bormio ist natürlich vielen bekannt als Austragungort des Herren Abfahrtsrennen auf der berühmten „Stelvio“ im Skiweltcup. Ich bin überwältigt vom Ambiente und von der einzigartigen Stimmung im ganzen Ort. Am Tag der Anreise mach ich noch eine kleine Sightseeing Tour im sonst eher verschlafenen Ort im Veltliner Tal. Den so berühmten Bresaola Schinken mit Parmesan lass ich mir natürlich nicht entgehen. An einem der schönen Altstadt Plätze schmeckt er gleich noch viel besser.

Am zweiten Tag nehme ich mir eine kleine Ausfahrt vor, natürlich mit Berg. Leider habe ich mir die Karte nicht genau angeschaut und so wird aus der Ausfahrt eine erste Härteprüfung für Mensch und Maschine. Die mir unbekannte Strasse führte mich hinauf zu einer Mittelstation eines Skigebietes. Belohnt wird mein Schweiss mit einem grandiosen Panorama. Grüne, satte Wiesen wechseln sich ab mit einem Meer aus Frühlingsblumen. Zufriedene Kühe an den steilen Hängen und kleine Dörfer und Weiler machen es zu einem echten Höhepunkt auf meiner Reise. Der Blick schweift über das Tal nach Bormio und rauf zu den Schneebedeckten Bergen. Dreitausender reihen sich in einer Perlenkette auf gekrönt vom Ortler. Dem mit 3905 Metern ehemals höchsten Berg der K.u.K Monarchie! Wieder im Tal wird verwandelt sich mein Seelisches Hoch in ein Tief. Ich sehe das, dass Stilfserjoch geperrt wurde wegen Lawinengefahr. Das war vor ein paar Tagen noch nicht so. In den Gesichtern der Teilnehmer sehe ich eine Prise Wehmut und Trauer. Die Rennorganisation beschließt das Rennen auf einer Ersatz Strecke auszutragen. Die neue Strecke führt die ersten 40 Kilometer auf der original Strecke und geht dann hinauf zum Lago di Cancano. Der See liegt auf 1800 m und wird über eine kurvige aber nicht steile Strasse erklommen. Mit der Strassensperre wird mir aber auch klar das meine Skipläne geplatzt sind!

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Ski Challenge 2018


Mein eigenes Geburtstagsgeschenk zum 50er. Was schenkt man sich selbst? Etwas was man immer schon tun wollte. Etwas das MIR Spaß macht.

Die Story

Wer mich kennt der weiß das meine Challenge nur ein Motto haben kann. Schnee. Also ist das Ziel der Challenge jedes Monat im Jahr 2018 zumindest einmal auf Ski zu stehen. Oder besser gesagt Skifahren zu gehen. Langlaufen zählt auch. Da kann ich das angenehme (skiticket) mit dem nützlichen (Training) verbinden. Neben dieser Challenge gibt’s noch was anderes was ich auf meinem Plan habe. Ich will auf allen Gletschern in Österreich einmal oben gewesen sein. Wer weiß wie lange es diese noch gibt. Aber das ist nicht vorrangig das ergibt sich von selbst. Dies hat  nix mit dem Jahr 2018 zu tun. Los gehts..im Jänner…

  • 01 Jänner

Im Jänner ist es einfach. Da steht der Österreicher normal sicher einmal auf Ski. Ich natürlich auch. Im Jänner haben mein Bruder Klaus, mein Schulkollege Erich und ich seit ein paar Jahren eine Tradition um die uns sicher viele beneiden. Wir fahren 3 bis 4 Tage nach Schladming. Skifahren und apreski. What else!. Ticket 1 also kein Problem. Die Gschichtln von der Planai, Almrausch und Tenne erspare ich euch.

  • 02 Februar

Im Februar war ich nur einmal Alpin Skifahren. Mit der Familie war ich in Werfenweng. Ein nettes kleines Skigebiet nicht weit weg von Salzburg. Empfehlenswert. Es war sehr kalt und  bewölkt an diesem Sonntag Nachmittag im Februar und so machte das fotografieren keinen Spass. Ticket 02 im Sack.

  • 03 März

Im März war ich gar nicht Alpin Skifahren! Termine, Termine. Ich musste ja meinen 50er Geburtstag planen. Vorher und nachher. Also wenig Sport. Zumindest Langlaufen war ich. Das Ticket 03 kommt deshalb von der Winklmoos Alm in Reit im Winkl . Da war ich bei einem Langlauf Rennen dabei. Nicht erfolgreich!  Am Start war unter anderem ein deutscher Olympia Langläufer. Da gabs nix zu gewinnen.

  • 04 April

Anfang April hatte ich auch sehr wenig Zeit. Da war unser Halbmarathon in Nußdorf. So musste ich bis zum Ende des Monats warten. Ticket 3 am 30. April gelöst! Mit meiner Tochter Paula war ich auf dem Kitzsteinhorn. Das warten hatte sich gelohnt. Ein Traum Skitag im Frühling. Perfekt

  • 05 Mai

Berufliche, familiäre und Wetter bedingte Termin Suche war nicht einfach. Wieder musste ich bis zum Ende des Monats warten. Dieses mal wieder auf Langlaufski. Nicht weit weg von zu Hause am Dachstein Gletscher langlaufen. Ende Mai war der Schnee noch perfekt. Kalt, guter Schnee. Was will man mehr.

  • 06 Juni

Im Juni war ich schon knapp am Wahnsinn – in den Köpfen von Bekannten und Freunden. Als einige erfuhren das ich im Juni die Ski aufs Auto packe, wo man doch auch Baden gehen könnte. Das mag stimmen. In deren Welt. Ich lebe meine Welt. Jeder soll tun was er will. Ganz einfach. Ab Juni erzählte deshalb auch fast niemand mehr wenn ich wieder im Schnee war. Mir war es lästig mich zu erklären. Andere schrauben Nächte lang am Auto, die einen gehen um 5 uhr früh Angeln etc…mir egal. Solange ein Skilift läuft fahre ich dahin. In Österreich und in den anderen Alpenländer gibts Sommerskifahren.Angebot und Nachfrage. Ok jetzt genug der Jammerei.  Im Juni war ich sogar 2 mal auf Schnee. Am 4. Juni war ich am Dachstein Gletscher langlaufen. Es war ziemlich warm, 8 Grad Plus! Der Schnee war früh morgens aber noch gut und die Loipe fest. Je weicher um so härter ist dann das Training. Am 30.6 war ich dann noch am Hintertuxer Gletscher Skifahren. Das Wetter war sehr sehr gut und es lag noch viel Schnee.

  • 07 Juli

Im Juli war ich „nur“ einmal auf Schnee, familiäre und eigene Sportliche Termine machten es wieder schwierig Tag X zu finden.  Am 30. Juli war ich  langlaufen am Dachstein Gletscher. Ich wollte ja trainieren. Es war wieder sehr warm, man konnte in kurzen Hosen und ohne Leiberl laufen. Eine tolle Sache 🙂

> Video Dachstein Langlaufen Juli

  • 08 August

Im August war ich dann wieder am Hintertuxer Gletscher. Am 15.8 war ich im einzigen Skigebiet Österreichs das ganzjährig geöffnet ist! Sofern kein Sturm geht laufen die Lifte! Skifahren 365 Tage!! Es war der beste Schnee im Sommer!!

 

  • 09 September

Der Herbst zieht ins Land und meine selbst auferlegte „Skichallenge“ geht ins letzte Viertel.

Ende September löste ich den vorletzten Geburtstags Gutschein ein. Ich hatte einen Gutschein für den Kaunertaler Gletscher bekommen. Danke dem Spender. Das mich dieses Geschenk auf den westlichsten unserer Gletscher führte konnte man mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen. Sehr weit weg aber auch sehr aufregend und schön. 3 Stunden Fahrzeit und über 300km war das Glück entfernt.

> Video kaunertaler Gletscher

  • 10 Oktober

Ende Oktober war ich in Kitzbühel zu Gast. Ich mag Kitzbühel. Am Ende und Anfang der Saison bin ich gerne beim Hansi!
Am letzten Sonntag im Oktober war ich bei sehr winterlichen Verhältnissen am Hahnenkamm. Dank der, aktuell sehr in den Medien hängenden Schneedepots waren nach der berühmten Resterkogel Piste nun auch der Hahnenkamm an der Reihe. Am Hahnenkamm Walde Sessellift und dem kleinen Förderband konnte man eine sehr gute Rote+Schwarze Piste befahren. Da an diesem Wochenende gerade ein Wintereinbruch war sah man eine komplette weisse Landschaft. Die Einkehr im Hahnenkamm Stüberl wurde legendär.. dank der Besitzerin…einer ehemaligen ÖSV Abfahrerin der 70er Jahre. Das Gesprächsthema war…richtig!!

> Video Kitzbühel

  • 11 November

Anfang November war ich am Dachstein langlaufen. Endlich wieder einmal nordisch unterwegs. Nach den Schneefällen vor 2 Wochen waren immerhin 5km gespurt. Ein halber Meter Schnee und die Welt auf  3000 m schaut schon wieder besser aus. Leider war es EISKALT und EXTREM WINDIG. Die Herbstsonne konnte mich leider auch nicht erwärmen. Nach 40 Minuten beendete ich das Training wieder.

> Video langlaufen Dachstein

  • 12 Dezember

Das Finale fand dahoam statt. Fast dahoam. Am letzten Tag des Jahres fuhr ich nach Berchtesgaden. Skifahren am Jenner stand auf dem Programm. Die Jennerbahn wird gerade modernisiert. Nach über 60 Jahren war es auch an der Zeit. Mit österreichischer Finanzhilfe bewegt sich nun auch hier endlich etwas. Das kleine aber feine Skigebiet ist in 40 Minuten von zu Hause aus zu erreichen. Das Highlight an diesem Tag war der Schnee. Es hatte die letzten Tage viel geschneit und ich kam das erstemal in meinem Leben in den Genuß des Tiefschnee fahrens. Ja Powdern heisst das wohl heute. Unglaublich schön. Mir blieb der Mund offen, einige Juchizer schrie ich in den bayrischen Winter und ich war so was von glücklich über den Ausgang der Challenge 2018.

Fazit: Definitiv zum Wiederholen. Das gefällt mir. „Die schönsten Momente waren die Minuten wenn man um halb acht in der Früh im Sommer zu einem Gletscher Skigebiet fährt und an den Bushaltestellen Menschen im Skianzug mit Ski sitzen und auf den Skibus warten.“ Ich war nie alleine. 

>> alle Fotos der Challenge

Ramsauer Volkslanglauf 2018 – 30 km Skating


Wer am Boden liegt und wieder aufsteht  kommt stärker zurück

Das erste Rennen der Saison. Wo bin ich, wie stark bin ich? Das fragt sich wohl jeder Sportler zum Start der neuen Saison. Mit einem Fragen Karussell im Kopf reise ich ins steirische Herz der Langläufer. Ramsau am Dachstein – Austragungsort der Nordischen Ski WM 1999, Weltcup Station der Kombinierer. Unter den steilen Flanken des Dachstein liegt das Hochplateau der Cross Country Familie. Jährlich im Jänner treffen sich Hobbysportler um sich im Rahmen der TOUR DE RAMSAU zu messen. Dem einzigen Langlauf Mehrtages Rennen für Amateure. Freitagabends ein 2 km Sprint im WM Stadion. Samstag wählt man zwischen 10 oder 30 km Klassik. Sonntags dann das Finale mit 30 km Skating oder 10 km Skating. Man hat also die Möglichkeit sich zwischen einer kurzen und einer langen Tour zu entscheiden. Sehr Löblich! Da ich aber noch gar nicht weiß wo ich stehe meldete ich mich nur für den 30er Skating an. Nach Handknöchel Stauchung beim Rennrad fahren und einer Rippenprellung beim Langlaufen(!) ist der Herbst ohne nennenswertem Training vergangen.

Die Strecke war für mich neu, das war nicht so gut. Ich stehe bei bestem Wetter am Start, bewusst ganz hinten. Ich wußte ja nicht wie der Tag ausgehen wird. Später werde ich zu mir sagen: “Vorne wäre es besser gewesen“. Aber ok. Man ist auch mit 50 noch Lernfähig. Legende Alois Stadlober nimmt das Mikro in die Hand und begrüßt uns. Mit erhobener Stimme weist er uns darauf hin das es etwas eisig ist und das ein paar schwere Abfahrten auf uns warten. „Lasst eich Zeit!“ bei den kritischen Stellen. Eh klar, Vorsicht ist die Mutter der Carbon Ski und Stecken. Mit 200 anderen Skatern geht’s hinaus ins Langlauf Paradies. Wir teilen uns die ersten 5km mit dem 10km Feld. Dem entsprechend ging es zu wie in der Metro in Tokio.

Bei KM Sechs geht’s das erste Mal richtig rund oder besser gesagt bergab. Auf einer sehr schwarzen Loipe (rund um den Rittisberg) geht’s in eine Art Bob Bahn talwärts. Man fährt Pflug. Die Schnellen Füchse vorher sind wohl  noch in der Hocke gefahren. Es geht rasend schnell runter und schon sehe ich den ersten Läufer im Wald liegen. Das wird eine harte Nuß, dieser 30er. Zu den 30km kommen noch fast 700 Höhenmeter! Die müssen irgendwo bewältigt werden.

Ski Heil in der Bobbahn

Nach der ersten Abfahrt schlängelt sich die schöne Loipe den Rittisberg hinauf. Kehre um Kehre geht’s bis auf 1250m. Und wieder runter, jetzt sonnseitig, kitschig schön Richtung Sonnen Alm mit Labe Station. Kurz vorher sehe ich wieder einen Läufer schmerzverzerrt am Rand liegen. Die Rettung ist aber schon unterwegs. Ich meistere auch diese heikle Stelle und nehme etwas Tee zu mir.  Ich nehme mir vor es weiter ruhig anzugehen, nur nicht stürzen. Nach der Sonnen Alm sind 10km hinter mir und es geht wieder Richtung Ramsau. Das schlimmste ist hinter mir dachte ich mir. Aber dem war nicht so, das schlimmste stand kurz bevor! Etwas überraschend ging es nochmal in eine kleine aber umso schwierigere Abfahrt. Da Pflug gefahren wurde und es gefroren hatte in der Nacht war ich wieder in einer Bob Bahn. Ich bremste und bremste und da krachte es schon. So schnell konnte ich nicht „Ramsau“ sagen, lag ich im Graben. Da eine Rettungsgasse hier nicht Pflicht ist und auch kein Platz wäre rammte mich ein Läufer von Hinten und aus war‘s mit der Gaudi. Ich rutschte tiefer und tiefer. Mein erste Gedanke: „Sind die Ski kaputt?“ Nein sie waren noch ganz. Das passte schon mal, dann prüfte ich meine Knochen und spürte Schmerz. Mir tat der Allerwerteste doch sehr weh. Holy Shit. Die (Berg)Rettung stand Gottseidank bei allen kritischen Plätzen parat. Sie stützten mich und brachten mich in flacheres Gelände. Danke Buam. Nach zehn Minuten stand ich wieder und ab in den nächsten Downhill. Nicht mehr so schwer aber in Anbetracht der Vorgänge war es schon zaach! Und ich verlor damit „wertvolle Minuten“ und fast 20 Ränge. Aber nein, das war mir jetzt egal, Platz 140 oder Platz 160 was Solls. 

Das ist Langlauf an der Wahrnehmungsgrenze.

Ich quälte mich weiter Richtung Vorberg und Kulm. Die Sonne schmolz das Eis und der Schnee wurde „Batzig“ wie wir dahoam sagen. Es saugte mich in den steirischen Schnee. Während ich so langsam dahin gleite kommen immer wieder Zurufe vom Publikum. „Heh du schaust aber nu guat aus, bist nu schee stabil“. Ich wußte nicht was ich davon halten sollte. Waren es Kundgebungen von Ungläubigen oder von Tourismus Managern die mich auch später in der Ramsau als Gast wieder sehen wollten. Die letzten Kilometer zogen sich wie ein Strudelteig aber der Schweiß war nicht süß. Zum Abschluss durfte nochmal der Ramsauer Hausberg, der Kulm bezwungen werden. Wenn wir schon mal hier sind, hat sich der Streckenchef wohl gedacht. Noch vier Kilometer. Nur noch bergab. Ein paar scharfe Kurven. Noch 2 Kilometer. Sie nützen wirklich jeden Meter Almwiese aus. Nochmal eine scharfe Steilkurve rauf und runter. Jetzt wird es wohl gewesen sein mit den Überraschungen. Falsch. Noch 500m bergab, die Geschwindigkeit steigt und ich sehe die Loipe nicht mehr. Die Augen schmerzen vom Wind und der Schatten macht alles dunkel, ich erkenne nix mehr. Plötzlich ist hier eine 180 Grad Kurve, die nicht gekennzeichnet ist. Gar nicht! Ich kratze die (Eis) Kurve aber stilsicher und hopp über die Ziel Brücke und Schwupps ich bin im Ziel.
Nach zwei Stunden und 13 Minuten empfange ich meine wohlverdiente Finisher Medaille. Ich trinke ein Bio Heiss Getränk(grausig) und unterhalte mich mit einem Läufer der Blutverschmiert über die letzte Eis Kurve sinniert. Er hat sie auch nicht gesehen. Es hat ihn „dawuzelt“.

RELIVE: das Rennen in der 3D Animation

Mit stolzer Brust und geschwelltem Hinterteil verlasse ich die Arena. Next Stop Saalfelden. 21 Km Skating. Da wird es wohl weniger aufregend, weil es dort ziemlich flach ist, aber natürlich umso schneller.

Ramsau – eine klare Empfehlung zum Langlaufen.
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Skiroller Tour auf die Steinplatte


Ein Traum in Grau, Grün und Blau= schöner grauer Asphalt, saftige grüne Almwiesen und ein geiles Himmelblau

Ich kann in weiteres Ziel auf meiner Todo Liste abhaken. Dieses mal ging es mit den Classic Skiroller auf die Steinplatte. Bis zur Bergstation des gleichnamigen Skigebiets. Das grenzüberschreitende Skigebiet lässt sich im Winter von Reit im Winkl mit der Seilbahn erreichen oder vom tirolerischen Waidring aus, meine heutige Strecke. Von Waidring führt eine Mautstrasse bis fast ganz hinauf. Die ersten 6 Kilometer geht es gleichmässig steil bergauf. Auf wirklich feinstem Asphalt geht es zunächst 2km lang aufwärts auf einem nicht endend wollenden Streckenstück. Immer gut im Wald unterwegs ist man geschützt vor der Sonne. Da war es noch nicht so wichtig denn ich war  schon um 08:00 am Start. Zwischendurch musste ich immer mal anhalten. Skiroller bergauf geht einem wirklich an Herz und Lunge.  Nach der langen „gerade“  folgen 4 Kehren bis auf 1400 m. Die sind etwas steiler aber das macht nix , das ist eine willkommene  Abwechslung. Für eine weiterer Abwechslung sorgt auch ein zweiter skiroller Typ.  Ein typischer Vertreter der einheimischen Bergfexn. Unglaublich ausgemergelt,  ein zacher  Hund jenseits der 50er überholt mich. Im Skitouren Schritt fliegt er an mir vorbei. Das kommt mir leichter vor als mein Langlauf Stil.  Denn seine Skiroller bleiben immer am Boden. Ich versuche noch ihm zu folgen, nach ein paar Minuten kann ich ihn aber nicht mehr sehen. Nach den Kehren mit traumhaften Ausblick ist man beim Gasthof Steinplatte mit großem Parkplatz angelangt. Hier wird gerade groß gebaut..schaut monströs aus.

Noch 1 km bis zum Ende. Oben der Gipfel der Steinplatte. 1850m.

Von da unten gehts rauf. Die Stallen Alm. Im Winter eine größere Skihütte .

Nach einer Foto und verschnauf Pause geht’s kurz etwas steiler weiter. Aber  nicht lange, man darf sogar einige Meter bergab rollen.  Jetzt ist die Stallen Alm auf der linken Seite im Blick. Die große Hütte ist eher ein Restaurant.  Im Winter geht hier die Post ab! Weiter geht es zwischen den Kühen in einen Ziehweg hinauf. Der Weg ist im Winter eine blaue Skiabfahrt. Die ersten Blicke auf die  bayrische Winkelmoos Alm werden frei und gleich ist der Chiemsee  zu sehen. Nach ein paar hundert Meter erreicht man einen Sattel. Damitzt öffnet sich das ganze Panorama auf die Steinplatte.  Viele Sessellifte  sind auch da aber so ist das halt in einem Skigebiet.  Auf immer noch ausgezeichneten Asphalt geht es in die letzten eineinhalb Kilometer.  Die Wanderer und Ausflügler werden mehr, viele Familien mit Kindern. Das ist ein  Zeichen das bald die Seilbahn Bergstation kommt. Nach gut eineinhalb Stunden erreiche ich das erste Ziel. Die Bergstation auf 1660 Metern Seehöhe und hier ist auch das Ende der Strecke. Schluß mit Lustig.  Eine geile Tour mit noch geilerem Asphalt liegt hinter mir.  Nach zehn Minuten Pause fühle ich mich wieder fit und beschließe noch zum Gipfel zu laufen . Gut 150 Höhenmeter fehlen noch zum Gipfelglück . Zwischen Mountainbikern und riesigen Plastik Dinosauriern geht’s auffi. Die Dinosaurier gehören zum Themenpark Triassic der hier errichtet wurde und sich großer Beliebtheit erfreut. Die letzten Photos sind gemacht und es ist an der Zeit sich zu belohnen. Zwei Radler zischen runter wie nix. Ich bin sehr zufrieden mit Leistung und Bedingungen.  Ich beschließe noch öfters rauf zu laufen . Übrigens kostet die Talfahrt nur 12 Euro! Vor kurzem war ich am Hahnenkamm in Kitzbühel. Da muss man 22 Euro abgeben.

>> Galerie

>> die Strecke auf Endomondo.com


Ramsauer Volkslanglauf 2016–A schware Partie für mi


Frei nach dem österreichischen Hitparaden Hit (Ham kummst) von Seiler und Speer war es eine wirklich schware Partie (auf Hochdeutsch: “Ein sehr anstrengende Angelegenheit“) für mich.
Aber nicht wegen einer langen Nacht an der Bar wie im Lied, sondern weil ich krank war und auch immer noch bin. Eine Erkältung hat mich 3 ganze Wochen gekostet. Und wir alle Sportler und Sportlerinnen wissen wie das sich auf die Form und die Psyche auswirkt.

9.1.2016 Ramsauer Dachstein Volkslanglauf:

9.1.2016 Ramsauer Dachstein Volkslanglauf (Fotos: xc-ski.de , Aapo Lahio)

Nun Schluss mit der Jammerei!  Weiterlesen

Snowrun Planai 2015-Berglauf HD


2. Auflage des Snowrun auf der Planai in Schladming. 12. Dezember 2015

Nachdem ich bei der ersten Teilnahme 2014 nicht zufrieden war mit meiner  Zeit  von 1:13, fuhr ich heuer wieder in das Apres-Ski Zentrum Schladming.
Im November habe ich heuer mehr getan habe als im Vorjahr und so machte ich mir schon etwas Hoffnung auf ein besseres Ergebnis. Außerdem war es ein gutes Training für die Langlauf Saison. Schnee liegt ja fast keiner.
Um 16:00 kam ich in der WM Stadt 2013 an der Enns an, zwei Stunden vor dem Start um 18:00. Das war im nachhinein zu spät. Obwohl ich sehr zentral ein Zimmer hatte kam ich in Zeitnot. Ich kaufte mir noch eine Jause, hatte seit dem Morgen fast nichts gegessen.  Bis 17:00 hatte ich Zeit mir meine Startnummer  zu holen.  Zurück im Zimmer wollte  mir noch die Gopro vorbereiten.  Ich nahm sie aber dann doch nicht mit. Im Dunkeln und in der Hektik bergauf hatte ich Angst sie bei einem Sturz zu verlieren oder zu beschädigen. In den Rucksack wollte ich weder Kamera und Handy geben. Wenn der verloren geht am Berg!

snowrun material 2015

snowrun material 2015

Da ich alleine unterwegs war musste ich mich organisatorisch einschränken. In der Halle der Planai Tal Station wärmte ich mich auf. Ein kurzes Fachsimpeln mit  Elite Läufer Robert Gruber verkürzt die Zeit in der Kälte.  Robert hatte die gleiche Ausrüstung wie ich. Leichtathletik Bahn Spikes. Ich hatte sogar etwas längere als er. 28mm lange Edelstahl Nägel sorgten für Auftrieb und Sicherheit. Weiterlesen