ab in den Himmel


Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer einer Drohne. Mein Traum war immer mich oder jemand anders mit einer Drohne beim Sport zu filmen oder Landschaftsaufnahmen zu erstellen. Nicht nur für private Zwecke sondern auch Beruflich. Ist zumindest geplant. Seit 2020 gibt es vom Marktführer DJI eine Drohne die man im privaten Umfeld UND im professionellen Bereich gut nützen kann. Die Mavic Air2. Eine Einsteiger Drohne im Professionellen und ein Top Drohne für das Hobby und noch erschwinglich.

Der große Vorteil zu ganz kleinen und billigeren liegt natürlich im Detail wie immer im Leben. Diese Drohne liefert Kino taugliche Videos und Fotos in 4K Qualität. Dazu kann sie in einigen automatischen Modi betrieben werden die einem Aufnahmen erlauben die schon viel Erfahrung als Pilot verlangen würden. Dazu Funktionen die andere Drohnen gar nicht oder schlechter können. Mein Highlight ist der Focus Mode. Hier kann man sich von der Drohne ein verschiedenen Einstellungen verfolgen lassen und sie macht derweil Ihre Aufnahmen. Endlich Bilder vom Lauf oder Radfahrt ohne das ich jemand fragen muß ob er das machen könnte.

Soweit so gut.

Ich habe die Drohne seit Dezember. So einfach wie ich mir das dachte ist das Ganze dann aber doch nicht. Es gibt einige Hürden bevor man gute Aufnahmen bekommt. Die technische und die rechtliche Frage müssen geklärt sein. Man muss lernen zu fliegen und man muss sich an Gesetze halten. Eh klar.

Die technische Frage
Ich bekam die Drohne. Auspacken und staunen. Perfekte hochwertige Fertigung. Ich möchte fliegen, aber wie und wo? Ich informiere mich und lade mir Apps vom ÖAMTC und der Austrocontrol runter. Da sehe ich schon das erste Hinderniss. Ich wohne in einer Flugverbotszone. In der erweiterten Einflugschneise vom Flughafen. Na bumm, eine Drohe und ich kann nicht fliegen. Also wieder erkundigt. Man darf mit dieser Drohne maximal 13 Meter hoch fliegen in diesem Gebiet. Natürlich nur da wo man niemand gefährdet. Das ist gar nicht so einfach. Denn speziell zum Lernen braucht man Zeit und Platz. Dazu ist es noch Winter, da kann man sich nicht einfach wo hinsetzen und üben. Ich bin also ein bisschen in der Umgebung gewandert und mal ein paar geflogen. Immer nur ganz niedrig und ganz langsam. Man muß aufpassen den sie fliegt schnell wenn man manuell steuert und den Hebel drückt. Zu mehr als ein ein paar Minuten bin ich also nicht gekommen. Aber ich war schon begeistert von diesem Hightech Produkt. Weitere Aufnahmen werden Wetterbedingt also erst im Frühling kommen.

Die rechtliche Frage
Wie und wo darf ich fliegen? Man darf überall dort fliegen wo es nicht verboten ist. Eigentlich ganz einfach. Aber das ist natürlich sehr stark gesetzlich reguliert. Seit 1.1.2021 gibt es dazu eine neue EU weite Verordnung. In Österreich werden ca. hunderttausend Drohnen vermutet, niemand weiß es genau. Das hier Ordnung sein muss sollte jedem klar sein. Mit dieser Verordnung kam eine Registrierungspflicht der Drohne, ein Versicherungspflicht und den kleinen Drohnen Führerschein. Für Spielzeug Drohnen gibt es Ausnahmen und für schwere Drohnen gibt es Ausnahmen nach oben und nach unten. Für die meisten sind aber diese drei Vorgaben Pflicht.

Also hab ich mich erkundigt in welche Kategorie meine Drohne fällt. Und so hab ich gleich mal ein Versicherung abgeschlossen. Die kostet ca 8 Euro pro Monat, das ist doch günstig, denn im Schadensfall sind bis zu drei Millionen Euro damit gedeckt. Dann hab ich die Registrierung gemacht, diese kostet 30 Euro einmalig. Auch das ist ok. Als letztes hab ich diesen verpflichtenden Führerschein gemacht. Der ist in meiner Kategorie nur online zu machen. Das heißt einen Online Kurs mit Unterlagen in allen wichtigen Fächern und danach ein Online Prüfung. Die Unterlagen sind wirklich interessant und schaden nicht. Man muss sich einfach damit beschäftigen wo man fliegen darf und wie etwas technisches KnowHow kommt auch dazu. Damit man weiß wo man fliegen darf oder nicht kann man die Drohnen App oder die Apps von ÖAMTC und Austrocontrol nehmen, da sind immer alle Sperrgebiete gelistet. Es gibt noch eine kleine Ausnahme, wenn man ganz langsam fliegt und nur eine gewisse Höhe nicht überschreitet darf man auch da fliegen wo man eigentlich nicht darf. Damit lassen sich dann natürlich nur Mini Aufnahmen erzeugen, aber zum Üben reichts. Es darf nämlich nur so schnell bzw. hoch geflogen werden das, dass die entstehende Bewegungsenergie der Drohne nicht mehr als 79 Joule erreicht! Je nach Gewicht der Drohne. In meinem Fall also 13 Meter hoch und maximal langsamer Schwebeflug.

Die wichtigsten Flugverbote

  • nicht über Menschenansammlungen (nur einzelne Menschen dürfen überflogen werden)
  • nichts was Datenschutz oder Hausverstand auch nicht zu lassen sollte (nicht im Nachbars Garten, beim Krankenhaus, im Ortszentrum,..etc)
  • nicht beim Flughafen, bei Firmen, nicht im Naturschutzgebiet.. (bei diesen heiklen Orten nur mit Genehmigung der Behörden!)
  • nicht bei starken Wind ..eh klar…