Snowrun Planai Dezember 2016 – Mei Planai!


Hier ist der Bericht vom Snowrun 2016. Mit etwas Verspätung..Weihnachtsstress!

Fotos und Video auf der nächsten Seite!

Der erste Wettkampf der Wintersaison 2016/2017

Schneller als erwartet kam der diesjährige Snowrun auf der  Planai in Schladming auf mich zu. Die letzten Keks Krümmel  noch zwischen den Zähnen und schon ist das erste Winter Event da. Die Zeit vergeht einfach zu schnell. Mehrere Wochenenden im November und Dezember konnte ich nicht ernsthaft trainieren. Eingeladen oder selbst Gäste zu Hause. “Des kann nix gscheids werden“ 🙂

Der Schwere Zielhang der Die Planai
Der Schwere Zielhang der Die Planai

Und die Planai ist hart. Hart im Nehmen und hart im Geben. Du bekommst scharfe 1080 Höhenmeter. Also praktisch in HD! Und diese HD Steigung ist auf nur 3,4 KM verteilt. Das ist steiler als die berühmte Streif in Kitzbühel! Da geht’s im Februar auffi. Der extrem Berglauf (so muß man es einfach sagen) ist der erste Bewerb für mich heuer. Für die 350 anderen Teilnehmer wohl auch. Die 3. Auflage des Snowrun in Schladming ist ein Sammelbecken und Saison Kickoff für Skitouren Profis wie den  Palzer Toni und Hoffmann Christian. Aber auch die Berglauf Elite ist Vorort und genießt den harten, steilen  Zielhang. Vom Ziel der Ski WM 1982 und 2013 geht es die allseits bekannte Abfahrtsstrecke hinauf bis zur legendären Schafalm, einer Apres Ski Hütte wie man es aus Kinderbüchern schon kennt, zumindest hier in Österreich.

Da ich ein dicht Gedrängtes Saison Programm habe entschloss ich mich nicht in Schladming zu übernachten. Was echt schwer fällt. Die Leiden eines Bergläufers und die Freuden eines Apreski Fans liegen hier nur ein paar Meter auseinander.  Der Schweiß der Sportler vermischt sich mit dem Duft von Flying Hirsch, Wodka Feige und Bier. Tenne, Platzhirsch, Iglu umringen den Zielhang und Start des Snowruns.  Schladming ist schon fast ein Wohnzimmer für mich. Im Winter bin ich öfters zum Skifahren hier. Da bin i dahoam.


Das Video


Ich entkomme den Rufen der Apreski Geister und komme pünktlich zum Start um 18:00. Wie immer laufe ich solche Strecken wieder mit den Crosslauf Spikes. 16 Millimeter Stahl geben verlässlich halt. Im tiefen Schnee ein Nachteil aber in eisigen steilen Hängen ohne Alternative.
Ich starte aus der dritten Reihe. Der Puls ist schon nach 100 Metern am Limit und das wird von Jahr zu Jahr niedriger. Viele haben schon einen Gang runter geschaltet, ich auch. Kein Wunder, speziell am Anfang musst du konzentriert bleiben. Sonst geht’s wieder ins Tal. Es dauert nicht lange und es rutschen auch schon die ersten an mir vorbei. Läufer und Tourengeher. Skitouren Anfänger leiden besonders. Wo die Elite in einer Linie nach oben zieht, gehen die meisten Kehre um Kehre. Eine Spitzkehre mit Ski ist hier aber eine technische Meisterleistung. Nach den ersten 200 Höhenmetern pendelt sich mein Puls bei  162 ein. Das ist mir etwas zu hoch. Ich komm aber auch nicht mehr runter. So wird es nix mit der neuen Bestzeit.  2015 war ich mit 1:05 so schnell wie noch nie. Ab der Mittelstation wird mir kalt, sehr kalt. Die leichte Haube unter dem Helm ist verschwitzt und gefroren. Der Eiskalte Wind pfeift durch die Löcher meines Radhelms. Ich trinke einen Tee und gehe sofort weiter. Mich überholen doch 10 bis 20 Läufer insgesamt. Auch schon egal. Das  erste Rennen ist halt nur eine Motivation für den Rest der Saison, denke ich mir.

Neben den eigenen Schweinehund den es zu bekämpfen gilt hat man auch noch andere Gegner. Gegner die mich an mich selbst erinnern! Es sind die „armen Apres Ski Opfer“, die sich bei völliger Dunkelheit, alkoholisch motiviert ins Tal stürzen. Mehr stürzend als fahrend, und heuer waren es sehr viele die da runter kamen.  Ich leide mit Ihnen und mit mir. Nur langsam kommt das Ziel näher. Ich beiß aber die Zähne zusammen und versuche gleichmäßig zugehen. Nach 1:09 laufe ich durch den Zielbogen. Die letzten Meter machen wieder mehr Spaß. Eh klar, Ich bin bei der Schaf Alm.

Die Kälte macht aber keinen Spaß. So flüchte ich in die Seilbahn. Ziehe mich noch in der Bergstation um fahre runter und husche ins Auto. Unglaublich, Ich verzichte freiwillig auf die Tenne!

Ich freue mich jetzt aber schon auf das nächste Event.  Es geht zum Finale der Tour de Ski! Nach Italien ins schöne Val di Fiemme. Auf den Spuren der Elite Weltcup Langläufer geht’s wieder auffi! Es wartet der berühmt berüchtigte Schluss Anstieg auf der Skipiste zur Alpe di Cermis. Bevor die Profis dran sind gibt es ein offenes Rennen für Amateure. Limitiert auf 200 Starter. Und ich mittendrin.

Strecjenplan des Final Climbs in Cavalese
Streckenplan des Final Climbs in Cavalese

 

Bis Bald

Euer Hillrunner68!

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