Ramsauer Volkslanglauf 2016–A schware Partie für mi


Frei nach dem österreichischen Hitparaden Hit (Ham kummst) von Seiler und Speer war es eine wirklich schware Partie (auf Hochdeutsch: “Ein sehr anstrengende Angelegenheit“) für mich.
Aber nicht wegen einer langen Nacht an der Bar wie im Lied, sondern weil ich krank war und auch immer noch bin. Eine Erkältung hat mich 3 ganze Wochen gekostet. Und wir alle Sportler und Sportlerinnen wissen wie das sich auf die Form und die Psyche auswirkt.

9.1.2016 Ramsauer Dachstein Volkslanglauf:
9.1.2016 Ramsauer Dachstein Volkslanglauf (Fotos: xc-ski.de , Aapo Lahio)

Nun Schluss mit der Jammerei!  Es hat schon vor dem Rennen schlecht begonnen. Aber nicht wegen mir sondern wegen DEM SCHNEE, genauer gesagt wegen dem Schnee der nicht vorhanden ist. Das ist im ganzen Alpenraum so zur Zeit und hier natürlich auch. Auf Grund dessen wurde leider wie schon letztes Jahr die Tour de Ramsau abgesagt. So kam nur ein 24km Skatinglauf als Hauptbewerb zu Stande. Im Nebenbewerb konnte man 12 Km laufen oder die gleiche Strecke im klassischen Stil wählen. Alle Rennen wurden im Grunde auf einer 6km Kunstschnee Loipe abgehalten. Im Gegensatz zu den Weltcup Kombinieren hatten wir es aber schöner. Durch den Schneefall der letzten Tage legte sich eine herrliche geschlossene Schneedecke über das Langlauf Eldorado am Fuße des Dachsteins. So war das Auge auf Winter eingestellt. Auf Leistung war ich krankheits bedingt nicht eingestimmt. Nur mein neuer Ski hat mich motiviert. Mein Fischer Skatingski Speedmax hielt was der Name vorgibt, Speedmax.  Das Profi Wachsservice von HWK  (featuring Walter B.) war sicher auch hilfreich. Beim Einlaufen zeigte die installierte Geschwindigkeitsmessung im Skistadion 44km/h an. Soweit ich gesehen hatte war keiner schneller als ich. Auch die ersten der Klassikstrecke hatten nur 42 am Tacho. Vor meinem Rennen sah ich mir den Start der Klassiker an. Nicht überraschend sah ich auch welche die mit Skatingski unterwegs waren und geschoben haben. Das hat nämlich schon der Wachsprofi vorher anderen Läufern mit auf den Weg gegeben. „Heit muaßt schiabn!“

Das Rennen begann ich Defensiv am Ende des Feldes. Ich wusste ja das ich nicht Fit war, also warum sollte ich mich nach vorne stellen und mich noch mehr quälen. Gesundheit geht vor sagt meine Frau. Nach dem Startschuss ging es leicht steigend aus dem Stadion Richtung Rittisberg. Nach einem Kilometer gab es die erste Wende und es ging zur Freude in eine 1km lange Abfahrt. Hier überholte ich natürlich einige. Aber es hatte sich schon eine große Lücke zu den nächsten Läufern aufgetan, so nutze mir das nicht viel.  Im Stadion ging es auf eine dieser sehr steilen Rampen. Schwierigkeit Hoch! Die Erinnerung an den Weltcup kommt in den Kopf zurück. Die Erinnerung verflog aber bald. Denn wir mussten da vier Mal rauf. Echt Lässig – Streckenplaner. Nach der Rampe ging es leicht bergab an der Schanze vorbei über sanfte Wiesen wieder zurück ins Stadion. Den Tee an der Labestation genoß ich erst in den letzten drei Runden. Ich hatte es ja eilig  🙂 In der zweiten Runde war der leichte Anstieg nach dem Start schon irgendwie länger und die Abfahrt ins Ziel nicht mehr ganz so lustig. Die hohe Geschwindigkeit hatte ich zwar immer noch aber die Beine waren sehr müde, eine richtige tiefe Hocke brachte ich nicht mehr zustande. „Brenna tuats guat“ hörte ich Hubert v. Goisern singen. Die Rampe im Stadion dürften Sie in der Zwischenzeit auch aufgeschüttet haben. Sie war plötzlich elends lang und noch um ein paar Prozent steiler. Die Fotografen waren Gottseidank nicht mehr da. In den letzten beiden Runden hätten sie nur mehr meinen kriechenden Schatten auf die Bilder bannen können. Anfang der dritten Runde wurde ich überrundet. Das hatte ich schon erwartet. Ich habe sie nicht beachtet, Sie mich wohl auch nicht.
Die Sonne stieg höher und so war schon eine Stunde und zwanzig Minuten vergangen als ich ins Ziel kam. Viele waren nicht mehr auf der Strecke.

Fazit: Mein erstes Rennen heuer für unser XC-Ski.de Team verlief nicht ganz so wie geplant aber es war trotzdem ein sehr schöner Sonntag in Ramsau am Dachstein. Dem Langlauf Hotspot Österreichs. Nächstes Jahr wird die Tour de Ramsau stattfinden. Ich habe das beschlossen. Frau Holle soll sich mal so anstrengen wie ich!

p.s. Während ich in der Ramsau dem Feld hinterher lief hat meine Teamkollegin Franziska Müller den Pustertaler Skimarathon gewonnen! Gratulation!

>> Ramsauer Volkslanglauf
>> WWW.XC-SKI.DE (DIE Quelle für Langlauf und Nordischen Skisport)

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