Langlauf Spezial Camp Ramsau 2015


Am letzten Oktober Wochenende wurde ich von meinem Team von xc-ski.de zum Langlauf Spezial Camp in die Ramsau bei Schladming eingeladen. 4 Tage Sonnenschein, 3 Tage Muskelkater  und gute Trainingsbedingungen waren die Kennzeichen des Technik Lehrgangs.

„Mein Leben im Camp“

Freitag

Nach meiner Ankunft in Ramsau im Hotel Matschner konnte ich es zuerst gar  nicht fassen. Ich bin in der Ramsau und begegne gleich Alois Stadlober und Martin Tauber. Den Lois habe ich natürlich schon öfters gesehen. Bin sogar schon mal neben ihm im Bus gesessen! Beim climb the goas auf den Gaisberg, oder als ich beim legendären Staffel Gold 1999 Zuschauer war. Tauber kannte ich nur vom Fernseher , war aber dort immer ein Fan von Ihm. Er ist ein exzellenter Klassik Läufer. Mein erstes Erlebnis: Vor dem Hotel zischten 3 Skiroller Läufer an mir vorbei.  Mit sehr hohem Tempo durch den Ort. Ohne Autobegleitung. Dämmerung. Die san wahnsinnig die Buam!

Nach dem ersten Abendessen konnte man sich zur Klassik oder zur Skating Gruppe melden. Ich nahm die Klassik Gruppe von Martin Tauber. Klassik ist meine Lieblings Disziplin. Da ist viel Technik gefragt. Und diese Technik muss sitzen, sonst „leiert“ man über die Loipe ist ineffizient und vergeudet wertvoller Kraft. Beim Abendessen traf ich auch meine Teamkollegin Sigrun Hannnes. Ihres Zeichen aktuelle Koasa Lauf Siegerin. Neben Ihr war auch noch unser Team Manager Mario Felgenhauer  und unser bester Presse Fotograf ever, Marco Felgenhauer zugegen.  Meine Ski und Schuhe hätte ich nicht mitschleppen müssen. Es gab das neueste vom Neuen gratis zum Ausleihen. Ich nahm natürlich einen Fischer Ski.  Einen Speedmax. Wenn schon, dann richtig schnell.

Samstag

Nach der Autofahrt über die Mautstrasse zur Türlwandhütte und der Talstation der neuen Dachstein Seilbahn blieb einem immer wieder der Atem weg. Die Berge und Wälder sind in ein sagenhaft schönes Herbstgold gekleidet und bei der Auffahrt in der Gondel, verschlug es einem die Sprache angesichts der kühnen Seilbahn Architektur. In der Panorama Gondel konnte man sogar am Dach die Auffahrt miterleben. Konnte man, ich konnte nicht. Mir ist das zu luftig. Gegen 09:30 waren wir am Gletscher. Nach einer kurzen eigenständigen Runde luden die Trainer zur Fortbildung. Und diese Fortbildung hatte es in sich. Mit sehr viel Liebe zum Detail zeigte Martin Tauber was einen guten Langläufer von einem schlechten unterscheidet. Das feilen an der Technik ist das Um und Auf. Wir machten eigentlich das gleiche Programm wie die Elite des Langlaufsports  die ja nur einen Schneeballwurf entfernt war. Die Weltcup Stars drehen unglaublich effektiv und kraftsparend Ihre Runden auf der 7km Langen Schleife am Gletscher Plateau.  Wir machten Stabilsations und Gleichgewichts Übungen am ersten Tag. Etwas fad vielleicht aber sooo wichtig. Mit Stock, ohne Stock, auf einem Bein usw. Man glaubt gar nicht wie viele Übungen es gibt. Nach 2,5 Stunden Kurs durften wir dann eigenständig ein paar Runden drehen. Ich war aber so müde vom Training und von der Höhenluft das ich gar keine Lust hatte einen Marathon zu machen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatte man zwei Stunden frei! Ein Besuch beim Skiwilly Shop war Pflicht. Minus 25% an diesem Wochenende ließen die Kassen klingeln und man konnte das eine oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen. Meine Team Kollegin Sigrun wählte als Nachmittags Training Skiroller. Ich  hatte genut vom Powern und zog Trocken Training vor. Hätte ich gewusst was da auf mich zu kommt hätte ich wohl anders entschieden. Die Kräftigung- und Imitations Übungen mit Seilen und intensive Skigang Einheiten verlangten einem alles ab. Ich nahm einen anständigen Muskelkater mit nach Hause. Der nicht mehr von mir wich bis Mittwoch! Danke Tauber!

Sonntag

Der Sonntag war geprägt von Wiederholungen  und von ersten Doppelstock Übungen. Das hat mir wieder besser gefallen. Mit etwas zuviel Armkraft ging ich ans Werk. Ich musste mich mäßigen. „langsam Kurt, nicht hudeln“ hörte ich öfters vom Trainer.  Am Samstag wurden wir auch gefilmt. Das ist sehr hilfreich. Den bei der abendlichen Video Analyse wusste man schon was man am Nächsten Tag zu tun hatte.  Und nach dem neuerlichen Kraft Massaker beim Abend Training im WM Stadion war ich so motiviert das ich  eine Stunde Berglauf machte.  An den Schanzen vorbei hinauf auf den Kulm. Genial. Immer wieder traf ich auf Trainingsgruppen der Elite. Auch sie waren mit Stöcken unterwegs! Skigang, immer wieder Skigang. Gerne auch gesprungen. Das ist wohl gar nicht so schlecht, dieses Trocken Training.

Montag

Am letzen Tag am Gletscher wurde dann auf alle erlernten Grundlagen genau geachtet. Auf vielen Runden mußten wir im abwechselnd die Techniken so einbauen das es trotzdem flüssig ausschaute. Gar nicht so einfach. Aber eben auch notwendig um bei einem Wettkampf mit den Gegnern und dem Gelände spielen zu können. Mittag waren wir eigentlich schon froh den Schlusspfiff zu hören. Alle waren ziemlich am Limit mit den Kräften. Das gemeinsame Gruppenfoto bildete den Abschluss des  Technik Lehrgangs.  Nach dem letzten gemeinsamen Mittag Essen zogen alle mit vielen schönen Erinnerungen und Wissen nach Hause. Auch ich.

Mein Fazit

Wer halbwegs sauber und effektiv den Langlauf Sport betreiben möchte der sollte sich einmal den Trainern unterwerfen und an einem Langlauf Camp teilnehmen. Man lernt unglaublich viel und man kann soviel an neuem mit nach Hause nehmen. Und am besten macht man das in Ramsau. Im Camp von Alois Stadlober und Martin Tauber. Ihr werde es nicht bereuen!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.