Skadi Loppet 2015 – 42km Classic Marathon – die Unvollendete


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Skadi Loppet 2015: Eine auf 28 Kilometer reduzierte Schinderei

On the Road

Das letzte Rennen der Saison sollte das Beste und schönste werden – es wurde nur das schönste und nicht das Beste. Das schönste an diesem Wochenende im Bayrischen Wald war das Wetter am Sonntag, dem Renntag. Wieder in Diensten des xc-ski.de Ski Marathon TeamsAm Samstag, als ich mit meiner Familie anreiste, war alles Grau in Grau. Nebel und Schneefall waren kein gutes Omen. Wir „residierten“ in einem etwas älteren tschechisch geführten Hotel im Zentrum von Bodenmais. Bodenmais liegt an der Tschechischen Grenze 30km östlich von Deggendorf. Im idyllischen Wintersport geht es etwas ruhiger zu als bei uns zu Hause in Österreich. Hier ist die Welt um Zehn am Vormittag noch in Ordnung. Keine Apres Ski Musik, keine Armada an Bussen mit Tagesgästen. Das gibt es hier (Gott sei Dank) nicht.

Die Startnummer holte ich mir am Samstag im Ski Village in Bodenmais. Wo ich auch meinen Profi Team Kollegen Thomas Freimuth zufällig getroffen habe. Einmal Fachsimpeln mit einem Profi. Er gewann übrigens das Rennen. Neben Thomas Freimuth habe ich auch noch meinen zweiten Team Kollegen Josef Windorfer getroffen. Jessica Müller leider nicht. Sie habe ich nur auf Fotos gesehen 🙂
Nach dem der Samstag wolkenverhangen war besuchten wir das Glasmuseum und konnten einem Glasbläser auf die Finger schauen und auch selbst eine Glaskugel blasen. Ein Erlebnis für Groß und Klein. Später machten wir eine Orientierungs Reise zum  Langlauf Stadion und sahen die vielen, vielen Teilnehmer am Skating Rennen. Es juckte schon in meinen Beinen. Ein Besuch des Arber Skigebietes stand auch noch auf dem Programm. Einem wirklich schönen, kleinen Skigebiet. Auch für fortgeschrittene Skiläufer eine gute Adresse. Wegen dem dichten Nebel ließen wir die Alpin Ski aber in der Dachbox. Erst am Sonntag konnte meine Familie Skifahren. Sie haben es genossen, bei Kaiserwetter. Nur ich nicht. Ich durfte ja 42 KM Classic laufen.

Die Sonne geht auf

Eine gute Zeit stand im Vordergrund. Also ließ ich meine Ski von den Profis wachsen. Gleitwachs und Steigwachs. Zwanzig Euro fand ich gut investiert. Es sollte ja besser werden als beim Ganghoferlauf vor zwei Wochen. Um halb acht war ich im Langlaufstadion. Noch Zeit genug bis zum Start um neun. Die Profis wählten lila Klister als Basis und Universal Klister drüber. Abgedeckt mit lila Hartwachs. Die genauen Bezeichnungen merkte ich mir nicht. Die Wachs Auswahl erschien mir aber schlüssig.  Ich testete ein paar Hundert Meter. Alles ok, Grünes Licht für den Erfolg.

Der Startschuß fällt

..und ich lauf los. In meinem hinteren Startblock war ich umgeben von Langlauf Weisheit. Erkennbar an langen Bärten die viele Geschichten erzählen können. Erkennbar aber auch an den vielen Aufkleber von diversen Marathons rund um die Welt. Neben mir hatte einer beide Ski damit beklebt. Vasalauf 2015 war auch dabei. Nach dem Start geht es gleich mal in eine für dieses Rennen so typische lange Abfahrt. Abfahrten und Anstiege sind das Markenzeichen des Skadiloppet. Die ersten langen Anstiege waren kein Problem, ich hatte guten Grip. Nach den ersten 10 KM war aber Schluss mit lustig. Es ging hinaus in die Sonne. Der Kurs zog scheinbar unendlich lange, fast epische Kurven durch den Bayrischen Wald. Ein Traum. Ein Alptraum aber für mich. Ich verlor jetzt stetig an Grip. Ich konnte mich kaum noch auf den Ski halten. Die Strecke des Skadiloppet ist einer der schwersten Langlauf Marathons die es gibt. Fast keine Flachstücke, nur bergauf und bergab. Weltcup tauglich. Meine Steigzone war nun total vereist und glatt. Nur mit Doppelstock schieben kam ich vorwärts. Ein Plagerei bis zum geht nicht mehr. Hat sicher nicht gut ausgeschaut. Die Abfahrten waren noch ok. Aber auch nicht so mehr ideal. Der Ski bremste zu stark und geistig war ich schon am Limit. Die zweite Runde beendete ich nicht mehr. Bergauf stürzte ich sogar einmal. Immer wieder und wieder rutschte ich nach hinten. Nach 28 Kilometer Krampf bog ich von der Strecke ab in den Wald zurück zum Ziel. Aus und vorbei. Das ist kein Langlaufen. Durch die „Hintertür“ kam ich wieder ins Skistadion. Frust pur. Ich hatte genug vom Schnee.

Alle Maschinen Stopp

Ende der Langlauf Saison.

Beginn der Skiroller und Trailrunning Saison.

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