Tour de Ramsau 2015, die Unvollendete.


Es hätte so schön werden können. Doch es kam anders, es kam nass und stürmisch. Sturmtief Felix fegte über das normalerweise sonnige Plateau oberhalb von Schladming.

Freitag

Voll motiviert reiste ich mit Bus und Bahn stressfrei und relativ schnell in die Steiermark. Checkte im etwas älteren aber gut organisierten Hotel Knollhof zentrumsnahe ein. Mit booking.com klappt das auch noch kurzfristig und günstig.
Ich kam am Freitag gegen Siebzehn Uhr in der Ramsau an. Ich holte meine Startnummer und Unterlagen. Um 19:00 war eine Besprechung geplant. Ich schaute mir das ganze mal an und stellte fest, es wird hart. Hart, weil eigentlich nur Freaks am Start sind. Das erkennt man leicht an den Team Dressen. Die 3-tägige Tour de Ramsau ist nichts für Otto – Normal Langläufer. Hart würde es aber insbesondere wegen dem Wetter. In der Besprechung war das OK Team noch zuversichtlich für die folgenden Tage. Aber während der Besprechung begann es richtig extrem zu stürmen und regnen. Mit unglaublich starken Böen zog Tief Felix über das WM Stadion. Der 2 km Prolog wurde mit einem auf 20 Sekunden verkürzten Einzel Start ausgetragen. Vollkommen durchnässt kam ich um 20:23 an den Start. Aufwärmen war fast nicht möglich wegen dem starken Regen und dem noch lästigeren Wind. Alle Läufer suchten einen trockenen Unterstand. Die Zelte der Wachs Firmen wurden mit viel Kraft aufgestellt. Umsonst wie sich bald zeigte.

Trainiert hatte ich den Sprint natürlich nicht. War ja kein Schnee bei uns. Ich ging also eher ohne Visionen an den Start. Es war mein erster Einzel Start seit 30 Jahren! Damals bin ich ein paar Bezirkscup und landescup Rennen gelaufen. Ich gab natürlich alles. Und das reichte nicht lange. Ich überholte zwar gleich einen Läufer aber wurde auch von vielen überholt. An meinem Ski lag es nicht. Da konnte ich auf den bergab Passagen mithalten. Nur da wo es galt zu investieren, da fehlte die Kraft. Ich spürte auch zuwenig Halt im Rücken. Ich knickte etwas nach vorne und dann läuft man unsauber. Um schnell zu sein muß man eben Kraft haben. Thema Kraft Training also.
Die 2 km beendete ich nach 8:36. Der Sieger war 3 Minuten vor mir im Ziel.

Total kaputt und nass von oben bis unten schleppte ich mich ins Hotel. Eine heiße Dusche gab mir wieder neuen Mut. Ich ging in den Ort. Es war sehr ruhig. Zwischen Saison. Der Föhn verwandelte die Straßen in Wildwasser Bäche. Nur wenige Restaurants hatten offen. Die meisten haben nur bis zwanzig Uhr warme Küche. Ich verschlang eine Pizza, begleitet von einem Schladminger Bier. Ab ins Bett.

Samstag
Am Samstag früh freute ich mich über den Start meines 25 km Laufs am nachmittag. Ich frühstückte gut und ging ins Dorf, besuchte ein Sport Geschäft und spürte jeden meiner Knochen und Muskel. Dann wollte ich mir den Start des 30 km classic Rennens anschauen. Ich sah nur vereinzelt Sportler. Verdammt dachte ich mir, ich habe den Start versäumt. Ich ging zur Startnummern Ausgabe und erkundigte mich. Alle Rennen abgesagt! Ich war baff! Was jetzt?
Nach einer Schock Minute beschloss ich heute noch abzu reisen. Ich raffte mich dazu auf noch ein paar Kilometer auf der Loipe zu verbringen. Es schien ja die Sonne. Begleitet aber noch immer vom Wind. Am späten Nachmittag war ich wieder zu Hause. Etwas planlos.

Sonntag
Abgesagt
2016 bin ich jedenfalls wieder am Start!
Meine nächste Chance. Marcialonga im val di fiemme am 25. Januar.
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