Skiroller Berg Ö-Meisterschaft – Climb the Goas 2014, Teil 3


Untergegangen am Gaisberg

Bei meinem 3. Start sollte endlich eine gute Zeit in der Ergebnisliste stehen. Nach dem Hitze Fiasko 2013 bei 35 Grad im Schatten und der Aufgabe auf der Zistel Alm sollte musste 2014 alles anders sein. Schließlich hatte ich in mehr Zeit und in besseres Material investiert. Ich hatte seit 2011 die meisten Stunden trainiert, die meisten Kilometer gelaufen und die meisten Höhenmeter bezwungen. Je näher das Rennen kam umso nervöser wurde ich aber.  Bei Anmeldeschluss hatten nur 37 Läufer genannt. So richtig viele sind hier sowieso nie dabei. Wer startet schon freiwillig in einem Elite Rennen als Amateur. Nur ich.

Die Elite. So  sieht schnell aus. (Foto: http://skate-the-ring.at/)

Die Elite. So sieht schnell aus. (Foto: http://skate-the-ring.at/)

WAKE UP

Am Morgen des Renntages hatte ich ein richtig ungutes Gefühl. Vor einer Woche bin ich einen Test bis zur Zistel Alm gelaufen. In der Skating Technik. Ich war mit den 32 Minuten nicht zufrieden.  Es war sehr heiß an diesem Nachmittag, und in Panik lieh ich mir einen Profi Classic Roller aus. Skiskett Biturbo sollte es sein. Leider ein altes Model. Er war schnell aber sehr schwer  gerade zu halten. Ich bin damit  vorher nur einmal damit gelaufen.  Es war also ein Harakiri Unternehmen an diesem verregneten September Sonntag. Ich war schon um 08:30 beim Start und holte mir die Startnummer. Dann war ich doch wieder gut drauf und freute mich auf das Rennen. Die Beine waren auch verdächtig locker. Gegen 09:00 kamen die ersten Radfahrer und mit Ihnen auch der Regen. Vor den Skirollern war noch das Gaisberg Radrennen der Amateure und der Damen Elite. Und dann kamen SIE. Die unantastbaren, die Guten, die Heroes! In einer Schlange kam ein ÖSV Bus nach dem nächsten. Hinter den beschlagenen Fenstern konnte man SIE erkennen. Die Stars der Langläufer. Vom Weltcup Team waren Bernhard Tritscher und Teresa Stadlober am Start. Sehr groß ist der Nationalkader zurzeit ja nicht. B und C Kader waren aber allesamt hier. Brav! Gehüllt in Trainingsklamotten, Kapuze übern Kopf und Kopfhörer im Ohr schwebten sie in das Startgelände. Um 09:45 war die Mannschaftsführer Besprechung. Da gehe ich auch hin dachte ich mir! Ich war ja Aktiver, Trainer und Funktionär in Person 🙂  Ich hatte keine Einwände und nickte in der letzten Reihe immer ein freundliches Ja. Neben mir stand der „LOIS“. Der Lois von 1999. Der Stadlober Lois. Ich war mittendrin statt nur dabei!

Ich lief mich warm und testete ein paar Meter die Skiroller. Ich war zufrieden und ließ die anderen im Auto. Beim Start zählte ich eine Handvoll Amateure. Der Rest hatte einen ÖSV Anzug an! Gut gemacht Kurt! Ich ging zum Start in die letzte Reihe wie immer. Vorne die Profis. Hinter mir warteten schon die Junioren. Sie starteten nur ein paar Minuten nach uns. Ich konnte mir also schon ausrechnen wann ich Ihren Schweiß spüren werde.

STARTSCHUSS

Mit Doppelstock geht’s die ersten 100 Meter los. Wie verrückt wuchtet die Elite Ihre 300 Euro Stöcke in den nassen und groben Asphalt. Ich mache das genauso – fast.  Denn ich bin die ersten zweihundert  Meter damit beschäftigt die Skiroller unter Kontrolle zu bringen. Die etwas älteren Roller haben noch keine abgerundeten Rollen. Sie haben die Form einer großen Tesa Klebestreifen Rolle!!  Bei der Gersberg Alm nach knapp einem Kilometer waren sie da. Die Jungen. Mir war es egal. Damit hatte ich gerechnet. Nach 2KM kamen auch noch die Damen. Das war mir sogar recht, denn da sah ich wunderbare Sachen von hinten. Aber nicht lange 😦

Auf dem anschließenden Flachstück pflegte ich einen sauberen Doppelstock Einsatz. Wie die Profis. Nur kam ich immer wieder aus der geraden Bahn. Das war nicht gut. Beim zweiten Steilstück am Kobenzl (KM3) bekam ich starke Kreuzschmerzen. Die schnelle Bewegung Bergauf war ungewohnt.


Ich sah ein paar Mal zurück und sah noch einen Läufer  hinter mir. Das war schon mal nicht schlecht. Dennoch konnte ich zu niemand aufschließen. Da waren Skater doch im Vorteil. Nach 40 Minuten war ich bei der Zistel. Sechs Minuten langsamer als am Montag. 6 Kilometer und 400 Höhenmeter lagen hinter mir. Die Stundengrenze war in weiter Ferne.  Ich war also doch nicht so schlecht letzten Montag. Klarer Fehler bei der Materialwahl. Die letzten  2 Kilometer und 250 Höhenmeter bis hinauf zur Gaisbergspitze sind für jeden Sportler eine Qual. Da werden die Karten neu gemischt, falls es noch was zu mischen gibt. Ich trank einen Schluck bei der Labestation und ging jetzt an die Grenzen. Da war ich aber gleich mal. Nach 200m schloss sich der Grenzbalken und ich war in einer „Steilwand“ die einfach nicht aufhörte. Einige Wanderer riefen mir stärkende Worte zu. Doch sie kamen zu spät. Eine Sekunde dauerte für mich eine Minute. Dazu noch die Kälte, Regen und Wind. Rocky Teil 7 wäre so ähnlich gedreht worden!

IM ZIEL

Im Ziel war ich nicht lange. Nach 1:04 war der Hillclimb zu Ende. Schade eigentlich, dachte ich mir oben. Nach dem Zieleinlauf wurden sofort Startnummer und Chip angenommen. Die Strecken Helfer schickten mich gleich in einen Shuttle Bus. Wo ich mir einen Platz im Laderaum in einer Alu Kiste gesucht habe 🙂 Der Shuttle Bus wurde so zu einem Schüttel Bus. Wir sind wegen der Radfahrer eine kleine „Umfahrung“ hinunter gefahren!! Bei schönem Wetter hätte ich noch gerne den Radfahrern zugeschaut. Aber HÄTTE hat es heute viele gegeben.

RÜCKBLICK  UND AUSBLICK

Über 25.000 Höhenmeter bis August! Das ist ca. 65x auf meinen Hausberg, dem Haunsberg oder 17x auf den Untersberg. Nicht schlecht eigentlich. Und doch stimmt das Ergebnis am Gaisberg nicht. Das wurmt mich. Andere Wettkämpfe habe ich seit Februar (verticalUp) nicht gemacht. Wahrscheinlich ist  es ein Mix aus generell niedrigem Aufwand und zu wenig Härte und Schnelligkeit. Im Hinblick auf den Marcialonga im Jänner muss ich auf jeden Fall mehr Kilometer machen.

>> www.hillrunner68.com,  >> www.marcialonga.at , >> http://skate-the-ring.at/

p.s. ich musss dieses Wochenende gleich noch mal rauf..das kann es nicht gewesen sein 🙂

©hillrunner68.com

Untergegangen am Gaisberg

Bei meinem 3. Start sollte endlich eine gute Zeit in der Ergebnisliste stehen. Nach dem Hitze Fiasko 2013 bei 35 Grad im Schatten und der Aufgabe auf der Zistel Alm sollte musste 2014 alles anders sein. Schließlich hatte ich mehr Zeit und in besseres Material investiert. Ich hatte seit 2011 die meisten Stunden trainiert, die meisten Kilometer gelaufen und die meisten Höhenmeter bezwungen. Je näher das Rennen kam umso nervöser wurde ich aber.  Bei Anmeldeschluss hatten nur 37 Läufer genannt. So richtig viele sind hier sowieso nie dabei. Wer startet schon freiwillig in einem Elite Rennen als Amateur. Nur ich.
        Die Elite. So  sieht schnell aus. (Foto: http://skate-the-ring.at/)

WAKE UP

Am Morgen des Renntages hatte ich ein richtiges ungutes Gefühl. Vor einer Woche bin ich einen Test bis zur Zistel Alm gelaufen. In der Skating Technik. Ich war mit den 32 Minuten nicht zufrieden.  Es war sehr heiß an diesem Nachmittag. Und in Panik lieh ich mir einen Profi Classic Roller aus. Der wiederum war wirklich schnell aber sehr schwer  gerade zu halten. Ich bin damit  vorher nur einmal damit gelaufen.  Es war also ein Harakiri Unternehmen an diesem verregneten September Sonntag. Ich war schon um 08:30 beim Start und holte mir die Startnummer. Ich war dann doch wieder gut drauf und freute mich auf das Rennen. Die Beine waren auch locker. Gegen 09:00 kamen die ersten Radfahrer und mit Ihnen auch der Regen. Vor den Skirollern war noch das Gaisberg Radrennen der Amateure und der Damen Elite. Und dann kamen SIE. Die unantastbaren, die Guten, die Heroes! In einer Schlange kam ein ÖSV Bus nach dem nächsten. Hinter den beschlagenen Fenstern konnte man SIE erkennen. Die Stars der Langläufer. Großteils Nachwuchs Athleten. Sehr groß ist der Nationalkader und A-Kader zurzeit ja nicht.  Gehüllt in Trainingsklamotten, Kapuze übern Kopf und Kopfhörer im Ohr schwebten sie in das Startgelände. Um 09:45 war die Mannschaftsführer Besprechung. Da gehe ich auch hin dachte ich mir! Ich war ja Aktiver, Trainer und Funktionär in Person J Ich hatte keine Einwände und nickte in der letzten Reihe immer ein freundliches Ja. Neben mir stand der „LOIS“. Der Lois von 1999. Der Stadlober Lois. Ich war mittendrin statt nur dabei!

Ich lief mich warm und testete die Skiroller. Ich war zufrieden und ließ die anderen im Auto. Beim Start zählte ich eine Handvoll Amateure. Der Rest hatte einen ÖSV Anzug an! Gut gemacht Kurt! Ich ging zum Start in die letzte Reihe wie immer. Vorne die Profis. Hinter mir warteten schon die Junioren. Sie starteten nur ein paar Minuten nach uns. Ich konnte mir also schon ausrechnen wann ich Ihren Schweiß spüren werde.

STARTSCHUSS

Mit Doppelstock geht’s die ersten 100 Meter los. Wie verrückt wuchtet die Elite Ihre 300 Euro Stöcke in den nassen und groben Asphalt. Ich mache das fast  genauso.  Denn ich bin die ersten Hundert  Meter damit beschäftigt die Skiroller unter Kontrolle zu bringen. Die etwas älteren Roller haben noch keine abgerundeten Rollen. Sie haben die Form einer großen Tesa Klebestreifen Rolle!! Schnell aber schwer zu lenken. Bei der Gersberg Alm nach knapp einem Kilometer waren sie da. Die Jungen. Mir war es egal. Damit hatte ich gerechnet. Nach 2KM kamen auch noch die Damen. Das war mir sogar recht, denn da sah ich wunderbare Sachen von hinten. Aber nicht lange J

Auf dem anschließenden Flachstück pflegte ich einen sauberen Doppelstock Einsatz. Wie der Profis. Nur kam ich immer wieder aus der geraden Bahn. Das war nicht gut. Beim zweiten Steilstück am Kobenzl (KM3) bekam ich starke Kreuzschmerzen. Die schnelle Bewegung Bergauf war ungewohnt.
Ich sah ein paar Mal zurück und sah noch einen Läufer  hinter mir. Das war schon mal nicht schlecht. Dennoch konnte ich zu niemand aufschließen. Da waren Skater doch im Vorteil. Nach 40 Minuten war ich bei der Zistel. 6 Kilometer und 400 Höhenmeter lagen hinter mir. Das war langsamer als gedacht. Die Stundengrenze war in weiter Ferne.  Ich war also doch nicht so schlecht letzten Montag. Klarer Fehler bei der Materialwahl L Die letzten  2 Kilometer und 250 Höhenmeter bis hinauf zur Gaisbergspitze sind für jeden Sportler eine Qual. Da werden die Karten neu gemischt, falls es noch was zu mischen gibt. Ich trank einen Schluck bei der Labestation und ging jetzt an die Grenzen. Da war ich aber gleich mal. Nach 200m schloss sich der Grenzbalken und ich war in einer „Steilwand“ die einfach nicht aufhörte. Einige Wanderer riefen mir stärkende Worte zu. Doch sie kamen zu spät. Eine Sekunde dauerte für mich eine Minute. Dazu noch die Kälte, Regen und Wind. Rocky Teil 7 wäre so ähnlich gedreht worden!

IM ZIEL

Im Ziel war ich nicht lange. Nach 1:04 war der Hillclimb zu Ende. Schade eigentlich, dachte ich mir oben. Nach dem Zieleinlauf wurden sofort Startnummer und Chip angenommen. Die Strecken Helfer schickten mich gleich in einen Shuttle Bus. Bei schönem Wetter hätte ich noch gerne den Radfahrern zugeschaut. Aber HÄTTE hat es heute viele gegeben.

RÜCKBLICK  UND AUSBLICK

Über 25.000 Höhenmeter bis August! Das ist ca. 65x auf meinen Hausberg, dem Haunsberg oder 17x auf den Untersberg. Nicht schlecht eigentlich. Und doch stimmt das Ergebnis am Gaisberg nicht. Das wurmt mich. Andere Wettkämpfe habe ich seit Februar (verticalUp) nicht gemacht. Wahrscheinlich ist  es ein Mix aus generell niedrigem Aufwand und zu wenig Härte und Schnelligkeit. Im Hinblick auf den Marcialonga im Jänner muss ich auf jeden Fall mehr Zeit und Kilometer machen.

>> www.hillrunner68.com,  >> www.marcialonga.at , >> http://skate-the-ring.at/

©hillrunner68.com

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