Dolomitenmann 2001


2001 war ich beim Red Bull Dolomitenmann in Lienz.

ich wolllte immer schon hin, seit ich das event kenne. 2001 war es dann soweit. Ich suchte im Online Board ein Team. Es dauerte nicht lange und ich hatte eins gefunden.  Ein kleines Steirisches amateur Team. Eine Kosmetik Vertriebs Firma . Ich reiste mit meiner Frau an. Startgeld und Verpflegung stellte die Firma.

Wir wohnten oberhalb von Lienz in einem kleinen schönen Hotel nahe der Weltcup Strecke. Hier mussten auch die Mountainbiker runter! Echt arg!!

Am vorabend war ein Briefing mit allen Teilnehmern angesagt. Hab ich auch noch nie gemacht. Alles war damals schon total professionell organisiert. Ich beobachtete die anderen Läufer und ahnte schon schlechtes.

Ich sollte Recht behalten. Am Renntag war um 7 Uhr Tagwache. Wir begleiteten den Paragleiter zur Abfahrt  hinauf zu seinem Startplatz. Mit Bundesheer Pinzgauern wurden sie hinauf transportiert. Oben mussten sie dann wieder einen langen Fußmarsch  machen um endlich am Start zu sein. Am Kuhbodentörl auf 2400m.

Der Start war um 10:00 Uhr. Tausende Zuschauer am Hauptplatz in Lienz. Gänsehaut Feeling. Ich war sehr nervös. Der Start war schon extrem genug. Die ca 120 Startläufer rannten los als wäre es ein  Bahnrennen.  Die ersten 4000 m waren nämlich wirklich flach. Im 3er schnitt gings hinaus nach Amlach. Du kannst auch nicht langsamer! die vielen Zuschauer. Und der Hubschrauber immer über dir.Dann gehts in den gefürchteten Gogg Steig. Ultra steil. 360 Höhenmeter auf 900m Strecke!! Der Hubschrauber ist auch hier bis auf ein paar meter an dir dran.  Du kannst es dir nicht leisten stehen zu bleiben. Dann gehts eher gemütlich bis zum  Hallebach Tal auf 1400m, hier  scharf rechts auf einen sehr steilen Steig. Der mir gar nicht als Steig erschien. Ich dachte ich wäre im Dschungel!

Latschen pflastern deine letzten 1000 Höhenmeter. Es geht jetzt richtig steil, es geht immer steiler,man glaubt es kaum. Hier ist die Waldgrenze. Geröll&Schutt machen es nicht leichter. Nach ca 2 Stunden sehe ich das Ziel. Atemberaubende Kulisse. Ich sehe die Paragleiter fliegen, und immer wieder Lärm vom Helikopter. Das ist die Welt von Redbull. Ich schleife mich auf allen vieren zur Übergabe. Ich bin einer der letzten.Werde schlussendlich 5 letzter oder so was.

Nach dem der Heli grad den Grissmann vom Kuhboden Törl abgeholt hat, beginne ich mit dem Abstieg. Ich muß bis zur Hütte auf 1800 m absteigen. Hier  sind viele Läufer und Begleiter die sich die Herbstsonne auf den Bauch scheinen lassen. Nach ein paar Bier erwische ich einen Pinzgauer des Shuttle Services.

Endlich sitzen, endlich gehts runter. ABER jetzt wirds nochmal lustig! Wir sitzen im Pinzgauer  hinten drinnen. 10 Männer, ein Fahrer und eine Flasche vogelbeer:)   Die Flasche ist leer bei unserer Ankunft in Lienz!  Der Fahrer (ein Urviech=eingeborener) hat sicher nicht am wenigsten getrunken. Die Fahrt wird zum Alptraum. Es kann sein dass ich seither nicht mehr gerne mit einem Bus bergab fahre!

Mit mehreren Promillen sind wir gegen 15:00 wieder in Lienz. Den Zieleinlauf der sieger haben wir nicht gesehen.

Meinen Teamkollegen ist es auch nicht gerade gut gegangen, am besten war noch der Mountainbiker und der Kajak Fahrer (ein jugend Staatsmeister )

Nach einem Schläfchen treffen wir uns am Abend zur Redbull Party am Hauptplatz.Richtige Stimmung will keine mehr aufkommen. Die Resultate waren nicht gut genug. Meine schon gar nicht.

Am Sonntag fahren wir mit einer (schönen) Erfahrung mehr nach Hause.

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